Bilanz Superlative in Sydney
Sydney - Noch nie in der Geschichte von Olympia war die Auslastung aller 300 Wettbewerbe durch Zuschauer so groß wie in Sydney: 87 Prozent. Insgesamt setzten die Organisatoren 6,7 Millionen Tickets ab, doch was viel klingt, nimmt sich im Vergleich zu den 8,4 Millionen verkauften Eintrittskarten von Atlanta 1996 doch recht bescheiden aus.
Die Sydney-Games wurden via TV in 220 Länder dieser Erde übertragen. Die offizielle Homepage der Spiele (www.olympics.org) registrierte im Zeitraum der vergangenen zwei Wochen neun Milliarden Hits. 21.000 Medienvertreter berichteten von den Wettkämpfen, 5000 mehr als noch in Atlanta - auch das ist Rekord.
42 Weltrekorde wurden in den diversen Sportarten aufgestellt. Neben allein 27 im von diversen Dopingfällen belasteten Gewichtheben, setzten auch die Schwimmer im Aquatic Centre mit 13 neuen Weltbestzeiten keine schlechte Marke. Den eigentlichen olympischen Rekord aber stellten die Leichtathleten auf - genauer: nicht auf. Zum ersten Mal in der Geschichte der neuzeitlichen Spiele gab es keinen Weltrekord im "track & field".
Ein anständiges Geschäft machten IOC und das Organisationskomitee in Sydney. Umgerechnet 4,8 Milliarden Mark verdiente die Weltsportbehörde unter Leitung von Juan Antonio Samaranch, die Hälfte durfte das australische Socog behalten. So viel Gewinn konnte nach dem Ende von Olympischen Spielen noch nie ausgezahlt werden.
Sydney kann den Rekord in Sachen erwischter Dopingsünder, den immer noch Los Angeles (1984) mit 12 Fällen hält, noch einstellen. Neun Athleten wurden in Australien erwischt - noch aber sind längst nicht alle Proben ausgewertet worden.
Einen lokale Bestmarke konnte die Stadt verzeichnen. Am letzten Samstag wurden 34,6 Grad gemessen. Das ist die höchste Temperatur in Sydney seit 35 Jahren.