"Blutbeutel-Affäre" Disziplinarverfahren eingeleitet
Wien - Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat wegen der österreichischen "Blutbeutel-Affäre" ein Disziplinarverfahren eingeleitet und wird über Sanktionen beraten. Dies hat IOC-Präsident Jacques Rogge in einem Schreiben an das österreichische Nationale Olympische Komitee (NOK) mitgeteilt. Unter Manipulationsverdacht stehen demnach Walter Mayer als Nordischer Direktor im österreichischen Skiverband (ÖSV) für Langlauf und Biathlon sowie sein Sohn Marc und Achim Walcher.
Marc Mayer und Walcher wird vorgeworfen, während der Olympischen Winterspiele in Salt Lake City einen Blutaustausch zur Aktivierung des Eigenbluts vorgenommen zu haben. Der Verdacht war nach den Winterspielen durch entsprechende Funde im österreichischen Mannschaftsquartier aufgekommen. Eigenblut-Manipulationen gelten als Verstoß gegen die Doping-Regeln.
Das IOC wies darauf hin, dass die Untersuchungen noch nicht abgeschlossen sind. Es soll noch weitere Anhörungen geben. NOK-Generalsekretär Heinz Jungwirth wertete das Schreiben des IOC so, dass die zunächst ebenfalls verdächtigten Olympia-Medaillengewinner Christian Hoffmann und Michail Botwinow nicht länger unter Verdacht stehen.