Blutdoping-Affäre Sportgericht lehnt Pechstein-Eilantrag ab
Eisschnellläuferin Pechstein: Rennstart in Hamar geplatzt
Foto: Gero Breloer/ APHamburg - Der Internationale Sportgerichtshof CAS hat am Freitag erneut einen Eilantrag von Claudia Pechstein abgelehnt. Mit dem Antrag wollte die wegen auffälliger Blutwerte gesperrte Eisschnelllauf-Olympiasiegerin ihren Start am Samstag beim Weltcup in Hamar erstreiten, um die Chancen auf ihre sechste Olympia-Teilnahme zu wahren.
Pechsteins Anwalt Christian Krähe hatte die Dringlichkeit des Antrags mit "irreparablen Schäden" für die Olympia-Qualifikation Pechsteins begründet. Der CAS teilte in seiner Begründung hingegen mit, dass "in Anbetracht aller verfügbarer Information die Erfordernisse für die Zustimmung zum Eilantrag" nicht gegeben seien.
Die Richter folgten damit der Argumentation des Weltverbandes Isu, wonach die Athleten die Startplätze nicht für sich selbst, sondern für ihren Verband herauslaufen. Damit sei es Sache des deutschen Verbandes, Pechstein im Falle des Freispruchs für einen Olympia-Platz zu nominieren, den andere erkämpft hätten. Bisher hatte sich die 37-Jährige in Bereitschaft gehalten, um im Falle eines positiven Spruchs durch den CAS doch nach Norwegen fliegen zu können.
Am Donnerstag hatte der CAS zum dritten Mal die Verkündung seines Urteils im Fall Pechstein verschoben. Neuer Termin für das Urteil ist nun der Mittwoch kommender Woche. Die Chancen von Deutschlands erfolgreichster Winter-Olympionikin auf die Qualifikation für die Winterspiele im kanadischen Vancouver vom 12. bis 28. Februar 2010 sind damit weiter gesunken.