Bluttest-Befund: Astana-Profi Kaschetschkin gedopt - DER SPIEGEL
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Bluttest-Befund Astana-Profi Kaschetschkin gedopt

Neuer Dopingfall im Astana-Team: Nach Alexander Winokurow wurde nun auch bei Andrej Kaschetschkin Blutdoping nachgewiesen. Damit sind in der kasachischen Mannschaft zwei der drei Topfahrer als Dopingbetrüger entlarvt - nur Andreas Klöden nicht.
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Hamburg - Der 27-jährige Kaschetschkin ist mit sofortiger Wirkung vom Team suspendiert worden, nachdem ihm in einer Trainingskontrolle am 1. August in der Türkei eine verbotene Bluttransfusion nachgewiesen worden war. Das teilte der Rennstall heute Abend mit.

Astana-Profi Kaschetschkin: Der nächste ertappte Dopingsünder

Astana-Profi Kaschetschkin: Der nächste ertappte Dopingsünder

Foto: AFP

Kaschetschkin lag bei der Tour de France nach der 15. Etappe auf dem 8. Gesamtrang, als Astana nach dem positiven Dopingtest seines Landsmannes Alexander Winokurow seine Mannschaft von der Tour zurückzog. In der Folge hatte Astana eine Rennpause eingelegt, die bis Ende August dauern soll.

Astana gab ferner bekannt, dass sich alle Fahrer medizinischen und physiologischen Tests unterziehen müssen, womit verdächtige Veränderungen im Körper der Fahrer festgestellt werden können. Zudem werde allen Angestellten "die neue Teampolitik mitgeteilt", hieß es weiter.

"Das zeigt, dass die UCI einen guten Job macht", kommentierte Pierre Bordry, Präsident der französischen Anti-Doping-Agentur, die erneute positive Probe auf Blutdoping bei Astana. "Ich denke, dass ein Fahrer dieser Form des Dopings überführt wird, ist schon schwerwiegend, zwei, das ist zu viel. Es ist schmerzlich zu sehen, dass diese Praktik in einigen Teams üblich ist."

Vor dem Tour-Start war der Nürnberger Matthias Kessler mit einem positiven Testosteron-Doping-Test aufgefallen. Der Astana-Fahrer Eddy Mazzoleni (Italien) verließ das Team, nachdem er sich wegen eines länger zurück liegenden Doping-Vergehens vor der Justiz seines Heimatlandes verantworten musste.

Der erneute "harte Schlag" beeinträchtige nicht das Bemühen der Mannschaft, an "drastischen Maßnahmen für einen sauberen Radsport" festzuhalten, hieß es heute in einer Astana-Erklärung.

Die positive Probe bestätigt Kai Raab, Direktor der Deutschland-Tour, der im Interview mit SPIEGEL ONLINE ein Teilnahme des kasachischen Teams mit Schweizer Lizenz ausgeschlossen hatte.

fpf/sid/dpa