Bombendrohung Dellings Horrorflug zu Olympia
Salt Lake City - Eine Bombendrohung hat die Anreise von Gerhard Delling nach Salt Lake City zu einem Horrortrip werden lassen. Weil ein Schriftstück mit einer Anschlagsdrohung an Bord gefunden wurde, musste der Pilot ein gewagtes Manöver über Denver vollbringen, um Schlimmeres zu vermeiden. "Als die Maschine in einem Höllentempo extrem steil runter ging, da hab' ich mir überlegt, ob ich jetzt die Panik kriege", erzählte der mehrfach ausgezeichnete ARD-Sportmoderator nach seiner 23-stündigen Odyssee von Hamburg nach Salt Lake City.
Eine Bombendrohung an Bord hatte den Piloten einer Delta-Airlines-Maschine am Montagabend zur Umkehr und Notlandung in Denver gezwungen. Nach 55-minütigem Chaos-Flug konnten Delling und die anderen 61 Personen an Bord aufatmen. Den Irrflug zu seinem siebten Olympia-Einsatz wird Sportreporter Delling allerdings nicht so schnell vergessen. Ein Passagier hatte einen Brief mit einer Bombendrohung entdeckt; die Crew entschied sich sofort zur Rückkehr zum Startflughafen Denver. Zu diesem Zeitpunkt war die Boeing 737 bereits eine halbe Stunde in der Luft und auf Reiseflughöhe.
"Wir haben eine Drohung"
"Wir haben eine Drohung" - mehr hatte die Stewardess den Passagieren des Delta-Fluges 1308 nicht gesagt. "Dann machte die Maschine auch schon einen Bogen und ging steil runter", schilderte der 42-Jährige am Dienstag die riskante Flugeinlage über Colorado. "Der Pilot hat super reagiert, ein toller Typ! An Bord war
es ganz still, nicht die Spur von Panik", versicherte Delling, der rein zufällig auf den Horrortrip gelangte, weil er seinen ursprünglichen Anschlussflieger in Denver verpasst hatte.
Erst kurz vor Mitternacht landete der Hamburger schließlich mit einer Ersatzmaschine auf dem International Airport von Salt Lake City. Das "Bomben-Flugzeug" war sicherheitshalber aus dem Verkehr
gezogen worden.