Box-WM Sturm will Titelverteidiger K.o. schlagen
Hamburg - "Der beste Mittelgewichtler ist derzeit nicht Weltmeister, das werde ich ändern", verspricht Sturm vor seinem Kampf am Samstagabend in Hamburg gegen WBA-Champion Masoe. Der bereits 39 Jahre alte Neuseeländer solle sich in der ColorLine-Arena auf ein hartes Gefecht gefasst machen.
Nach einer achtmonatigen Pause wegen einer Ellenbogenverletzung ist Sturm tatendurstig wie selten zuvor: "Diese Zwangspause war eine harte Zeit, sowas möchte ich nicht noch einmal erleben." Nun aber fühle er sich bestens auf seinen Gegner eingestellt: "Ich habe keine Angst, obwohl man gegen Masoe immer aufpassen muss, denn er ist ein sehr harter Puncher", sagte der 27 Jahre alte Profi. Das belegt auch der Kampfrekord des Titelverteidigers, der von seinen 28 Profikämpfen 25 vorzeitig gewonnen hat.
Deshalb ermahnt sich Sturm selbst zu voller Konzentration. "Das müssen die zwölf besten Runden meines Lebens werden", sagt er. Sturm war schon einmal Weltmeister. Allerdings musste er den WBO-Gürtel gegen Superstar Osca de la Hoya (USA) in Las Vegas nach einem umstrittenen Punktrichter-Urteil nach Punkten wieder abgeben. "Es ist passiert, was passiert ist. Das ist Vergangenheit und zählt nicht mehr", sagt Sturm. Diesmal wolle er noch mehr Druck machen und eine eindeutige Entscheidung herbeiführen: "Ein K.o. ist immer die beste Sache."
Sollte der Schützling von Trainer Michael Timm den WM-Gürtel zurückerobern, werden die Forderungen nach einem Duell gegen IBF-Champion Arthur Abraham aus dem Stall des Universum-Rivalen Wilfried Sauerland lauter werden. Sturm sieht sich für den Fall des Falles schon jetzt als Favoriten: "Arthur hat Schlagkraft, aber das reicht nicht. Ich bin technisch, konditionell und von der Beweglichkeit her der bessere Boxer."
pav/sid