Box-WM: Tyson darf in Washington in den Ring - DER SPIEGEL
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Box-WM Tyson darf in Washington in den Ring

Am 8. Juni könnte Mike Tyson in der US-Hauptstadt Weltmeister Lennox Lewis herausfordern. Die Box- und Wrestling-Kommission in Washington hat dem Skandalboxer die Lizenz erteilt.
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Washington - In einer zweistündigen Anhörung, die einem schlechten Schauspiel glich, äußerten sich fast 60 Personen zu Tysons Gunsten, niemand sagte auch nur irgendetwas Schlechtes über den "Bad Boy" des Boxens. Bereits vor Wochen hatte sich der Bürgermeister der US-Hauptstadt für eine Lizenz ausgesprochen. Washington benötige Tyson oder zumindest das Geld, das mit ihm in die Stadt komme, sagte Anthony Williams. Schließlich gehe es der örtlichen Wirtschaft schlecht.

Ein Geschäftsmann sagte, Tyson habe Fehler gemacht, habe aber das Recht, seinen Lebensunterhalt zu verdienen und im District Columbia zu boxen. Wegen einer Schlägerei auf einer Pressekonferenz hatten die US-Bundesstaaten Nevada, Texas und Georgia dem 35-jährigen Ex-Champion eine Lizenz für den Kampf gegen Lewis verweigert.

"Ich applaudiere der Entscheidung und werde den Boxfans in Washington den Kampf geben, den sie verdienen. Es ist die Chance, mir zuzusehen, wie ich im Juni Lennox Lewis k.o. schlage", sagte Tyson und fügte ekstatisch hinzu: "Ich bin freudigst erregt, in Washington die Lizenz erhalten zu haben."

Auch Tysons Berater Shelly Finkel schäumte über vor Glück: "Ich bin geschockt. Ich hätte erwartet, dass wenigstens ein paar Gegner kommen würden." Es kam stattdessen die Gruppe "Wist". Die Vereinigung "Women in Support of Tyson" freut sich, den wegen Vergewaltigung verurteilten Boxer in Washington begrüßen zu dürfen. Tyson war 1992 verurteilt worden und saß drei Jahre im Gefängnis.