Box-WM Walujew siegt im Schnelldurchlauf
Hannover - Walujew verteidigte am Samstagabend in Hannover seinen WBA-Titel durch einen Technischen K.o-Sieg gegen Owen Beck aus Jamaika. Nach dem insgesamt zweiten Niederschlag brach der Ringrichter das ungleiche Duell gegen den 26 Zentimeter kleineren Herausforderer in der dritten Runde ab. Zuvor hatte der 145,5 Kilogramm schwere Hüne seinen seinen 35 kg leichteren Herausforderer mit einem Aufwärtshaken niedergeschlagen. "In Zukunft werde ich noch besser boxen. Es wird einige Überraschungen geben", sagte Walujew.
Der 32-Jährige aus St. Petersburg verbesserte seinen Profi-Rekord durch den erneuten Erfolg auf 44 Siege ohne Niederlage. Für den längsten Boxprofi der Welt ist nun der Weg in die USA frei, wo er bereits im Herbst seinen Gürtel verteidigen soll.
Walujews Manager Wilfried Sauerland hat bereits einen Vereinigungskampf gegen IBF-Champion Klitschko ins Auge gefasst. "Das ist unser Traum. Dieser Kampf wird aber frühestens nächstes Jahr möglich sein", sagte der deutsche Promoter.
"Nikolaj ist im Kommen. Er wird der nächste Weltmeister aller Klassen", verkündete US-Promoter Don King. Er ist finanziell an den Kämpfen des Russen beteiligt. "Russlands Präsident Putin kann stolz auf Walujew sein. Er ist ein großer Kämpfer und ein echter Russe", sagte der 73-Jährige. Zum möglichen Kampf gegen Klitschko hatte der bekannteste Box-Promoter der Welt auch eine Meinung: "Nikolaj wird Klitschko ausknocken", so der kurze Kommentar Kings.
Für Walujew war es die erste Titelverteidigung nach seinem umstrittenen Punktsieg im Dezember gegen Champion John Ruiz (USA). Der 30 Jahre alte Beck musste dagegen bereits die dritte Niederlage in den letzten vier Kämpfen hinnehmen, 25 Fights hat er gewonnen. Es war seine erste Chance auf eine Weltmeisterschaft.
Im Rahmenprogramm verlor Sebastian Sylvester (Berlin) seinen Europameister-Titel im Mittelgewicht. Er unterlag dem Finnen Amin Asikainen unerwartet durch Technischen K.o. in der achten Runde.
fok/sid