Boxen: Der rätselhafte Selbstmord des Ringrichters - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Boxen Der rätselhafte Selbstmord des Ringrichters

Mitch Halpern, der unter anderem als Referee im WM-Schwergewichtsfight zwischen Holyfield und Lewis im November letzten Jahres amtierte, hat sich in seinem Haus in Las Vegas erschossen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Las Vegas - Mitch Halpern, einer der besten Box-Ringrichter der Welt, hat Selbstmord begangen. Der 33-jährige Amerikaner wurde am frühen Sonntagabend in seinem Haus in Las Vegas tot aufgefunden. Halpern sei an einer "offensichtlich selbst zugefügten Schusswunde" gestorben, erklärte Wayne Peterson von der örtlichen Mordkommission. Zwei Personen hätten sich bei Ankunft der Polizeibeamten im Haus Halperns aufgehalten. Weitere Angaben, auch zu einem möglichen Motiv des Toten, wollte Peterson nicht machen.

Halpern begann 1991 als Ringrichter und leitete seitdem 87 Titel- und hunderte Nicht-Titelkämpfe. Er stand unter anderem im November 1999 beim zweiten Weltmeisterschaftskampf im Schwergewicht zwischen Punktsieger Lennox Lewis (Großbritannien) und Evander Holyfield (USA) im Ring. Zwei Monate zuvor hatte er den WM-Fight im Weltergewicht zwischen Punktsieger Felix Trinidad (Puerto Rico) und Oscar de la Hoya (USA) geleitet. Ins weltweite Rampenlicht rückte er auch beim ersten WM-Duell zwischen Holyfield und Mike Tyson im November 1996. Den Kampf hatte er in Runde elf zu Gunsten Holyfields abgebrochen.