Boxen Halmich bleibt Weltmeisterin
Karlsruhe - "Ich bin einfach froh, dass ich so eine starke Gegnerin zum Jubiläum schlagen konnte", sagte die 28-Jährige nach ihrem 48. Sieg im 50. Profikampf (ein Remis, eine Niederlage) und tänzelte nach zehn Runden durch den Ring. Bei aller Partylaune war Halmich aber schon kurz nach dem Fight klar, dass der 2:1-Punktrichtersieg vor 4000 Zuschauern eine knappe Angelegenheit war. "Es war der erwartet harte Kampf zwischen zwei gleichwertigen Gegnerinnen. Ich musste mich erstmal ein, zwei Runden auf ihren Stil einstellen", so Halmich.
Schon während des von beiden Kontrahentinnen hart geführten Kampfes wusste Halmich, dass es eng werden würde: "Ich konnte zu keiner Runde sicher sein, dass ich den Sieg locker nach Hause bringe. Ich glaube, sie hat sogar mehr geschlagen." Diese Einschätzung teilte auch ihre Gegnerin, die nach ihrer ersten Niederlage im 20. Kampf fast vor Wut schäumte. "Sie soll die klareren Treffer gelandet haben? So ein Quatsch. Schaut euch doch ihr Gesicht an - und dann meines", wetterte Rosa. Wie zuvor mit den Fäusten konterte Halmich aber auch verbal: "Ich sehe wirklich nicht schlimmer aus als sie."
Im Dezember will die deutsche Vorzeige-Boxerin im Rückkampf gegen die US-Amerikanerin Elena Reid den einzigen großen Makel ihrer bisherigen Karriere beseitigen. Vor fast einem Jahr hatte Halmich ihren Titel gegen Reid durch ein schmeichelhaftes Remis erfolgreich verteidigt. Das Skandalurteil von damals hat sie immer noch nicht verdaut, deshalb ist ein erneutes Aufeinandertreffen für Halmich eine Frage der Ehre. "Mein Traumziel ist der Kampf gegen Reid. Das soll aber nicht der letzte Kampf werden."