Boxen Huck verteidigt WBO-Titel
WBO-Weltmeister Huck: Rippe gebrochen, Titel verteidigt
Foto: Boris Streubel/ Bongarts/Getty ImagesHamburg - Box-Profi Marco Huck bleibt WBO-Weltmeister im Cruisergewicht. Der 26-jährige bezwang in der Berliner Max-Schmeling-Halle den bis dahin ungeschlagenen Denis Lebedjew nach Punkten. Auch eine gebrochene Rippe in der vierten Runde konnte Huck nicht stoppen. "Ich habe gekämpft wie ein Löwe. Ich musste mich in jeder Runde neu überwinden. Ich bin ein echter Champion", sagte Huk nach dem Kampf.
Der Titelverteidiger lieferte sich mit dem starken Russen einen packenden Kampf. Huck begann stark gegen Lebedew. Allerdings übernahm der Herausforderer, der zuvor eine Bilanz von 21 Siegen in 21 Kämpfen aufgewiesen hatte, nach und nach das Kommando im Ring. In der sechsten Runde brachte er Huck das erste Mal mit einer Schlagkombination stark in Bedrängnis.
Huck kämpfte und wehrte sich mit der gebrochenen Rippe nach Kräften. Am Ende gewann er 2:1 nach Punktrichterstimmen, verteidigte seinen im August 2009 errungenen Titel zum fünften Mal und feierte seinen 31. Sieg im 32. Profi-Kampf.
Allerdings kritisierten Beobachter, dass es ein geschenkter Sieg gewesen sei. Da Lebedjew die klarer und zahlreicher getroffen hatte, war das Urteil der Punktrichter überraschend. Ex-Box-Weltmeister Henry Maske, für die ARD als Co-Kommentator im Einsatz, sah Lebedjew am Ende vorn. "Es war ganz knapp", sagte Hucks Trainer Ulli Wegner.
Der unterlegen Russe sagte nach dem Kampf: "Ehrlich gesagt, hatte es für mich den Anschein, dass ich geführt hatte." Allerdings wollte er nicht weiter nachkarten: "Anscheinend haben wir unsere Arbeit nicht bis zum Ende gut gemacht."