Boxen Klitschko-Brüder kämpfen im April
Hamburg - Für Universum-Manager Klaus-Peter Kohl ist das Zustandekommen beider Kämpfe ein besonderer Coup: "Das sind zwei Top-Kämpfe binnen 14 Tagen in den USA, die weltweit höchste Aufmerksamkeit genießen werden. Für Witalij und Wladimir, die ja beide schon Weltmeister waren, ist das die Chance, auf die sie gewartet haben, seit sie Profis wurden. Beide können innerhalb kürzester Zeit Weltmeister werden. Das wäre historisch einmalig." Nur der Veranstaltungsort für den Klitschko-Sanders-Kampfes steht noch nicht fest.
Neben der Option Sanders hatte Witalij Klitschko zudem ein Kampfangebot von WBA-Champion John Ruiz (USA), das Universum aber ablehnte. Bei der WBC war der 32-jährige auch nach seiner unglücklichen Niederlage gegen Lewis am 21. Juni 2003 durch technischen K.o. als Nummer eins der Rangliste geführt worden. Während der Doktor der Sportwissenschaften aus Kiew 33 seiner 35 Profikämpfe gewann (32 durch K.o.), bringt es der 38-jährige Sanders auf 39 Siege in 41 Kämpfen. Die Begegnung mit Sanders steht für Witalij unter einem besonderen Licht, den der Südafrikaner war es, der Wladimir vor einem Jahr durch Knock out in der zweiten Runde die zweite Niederlage seiner Profi-Karriere kassiert hatte. Sanders legte den WBO-Titel allerdings im Oktober 2003 nieder und erhält nun eine WM-Chance beim konkurrierenden Verband WBC.
In der Vorbereitung, die die Klitschko-Brüder in Los Angeles bereits begonnen haben, wird ihr gemeinsamer Trainer Fritz Sdunek von einem prominenten Assistenten unterstützt. US-Starcoach Emanuel Steward kümmert sich gemeinsam mit Sdunek um den letzten Schliff bei Wladimir Klitschko. Der 27 Jahre alte Olympiasieger von 1996 freut sich auf seinen neuen Lehrmeister: "Fritz bleibt zwar ganz klar der Boss, aber ich möchte Emanuel Steward zusätzlich ins Team holen, um von seiner Erfahrung zu profitieren." Steward hatte zuletzt unter anderem Lewis betreut.