Boxen: Lewis hofft auf Tysons Begnadigung - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Boxen Lewis hofft auf Tysons Begnadigung

Boxweltmeister Lennox Lewis hat Mike Tyson den Eklat bei der Pressekonferenz verziehen. Das britische Schwergewicht möchte unbedingt, dass der Megakampf zwischen ihm und Tyson stattfindet. Schließlich geht es um eine Menge Geld.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

London - Boxweltmeister Lennox Lewis will trotz der Massenschlägerei, die Mike Tyson bei einer gemeinsamen Pressekonferenz provozierte, gegen "Iron Mike" in den Ring steigen. "Ich habe darauf gewartet, seit ich Evander Holyfield 1999 besiegte", sagte Lewis am Samstagabend am Rande des Shane Mosley-Vernon Forrest-Kampfes in New York.

Der Brite ist Weltmeister im Schwergewicht bei den Boxverbänden WBC (World Boxing Council) und IBF (International Boxing Federation). Der Boxkampf gegen Tyson war für den 6. April in Las Vegas geplant. Nach der von Tyson angezettelten Schlägerei auf der Pressekonferenz zu der Begegnung sind Ort und Termin jedoch in Frage gestellt. Tyson soll zudem Lewis während der Prügelei im Hudson Theater von New York ins Bein gebissen haben. Die Bisswunde wollte Lewis aber nicht bestätigen. "Mein Anwalt hat mir geraten, bis zur Tyson-Verhörung dazu keinen Kommentar abzugeben", so Lewis.

"Die Öffentlichkeit will diesen Kampf sehen"


Die Sportkommission des US-Bundesstaates Nevada will am Dienstag über die Zulassung Tysons entscheiden. Lewis geht davon aus, dass Tyson die Lizenz für den Kampf erhält. "Die Öffentlichkeit will diesen Kampf sehen." Der WBC-Verband hatte der Begegnung zwischen Lewis und Tyson am Samstag grundsätzlich zugestimmt, egal in welcher Stadt und in welchem Land. Für den Kampf in Las Vegas war mit rund 169 Millionen Euro das bislang höchste Preisgeld der Boxgeschichte ausgesetzt worden.