Boxen Savon der Unbezwingbare
Sydney - Der kubanische Starboxer Felix Savon hat am Samstag im olympischen Schwergewichtsfinale den Russen Sultanahmed Ibragimowim besiegt und Boxgeschichte geschrieben. Mit seinem dritten Olympiagold - schon 1992 in Barcelona und 1996 in Atlanta war Savon siegreich - stellte der 33 Jahre alte, 1,98 Meter große Kubaner den Rekord seines Landsmannes Teofilo Stevenson ein.
Savon, im Halbfinale Sieger gegen den Deutschen Sebastian Köber, hatte allerdings seine liebe Mühe im Finalkampf von Sydney. Weniger mit seinem russischen Kontrahenten, als vielmehr mit einer Wunde unterhalb des Auges, die kurz vor der Ende der vierten und letzten Runde aufklaffte. Der australische Ringrichter Wayne Rose wollte das Gefecht schon beenden, änderte seine Meinung jedoch. Sehr zur Erleichterung Savons, der letztendlich mit 21:13 nach Punkten gewann. Damit gewann die kubanische Boxstaffel am ersten Tag der Final-Entscheidungen vier von sechs möglichen Goldmedaillen.
Die Entscheidungen im Boxen am Samstag:
Halbfliegengewicht, Klasse bis 48 kg
Gold: Brahim Asloum (Frankreich; 23:10 Punktsieger)
Silber: Rafael Lozano Munoz (Spanien)
Bronze: Un Chol Kim (Nordkorea) und Maikro Romero Esquirol (Kuba)
Bantamgewicht, Klasse bis 54 kg
Gold: Guillermo Rigondeaux Ortiz (Kuba; 18:12 Punktsieger)
Silber: Raimkul Malachbekow (Russland)
Bronze: Sergej Daniltschenko (Ukraine) und Clarence Vinson (USA)
Leichtgewicht, Klasse bis 60 kg
Gold: Mario Kindelan (Kuba; 11:4 Punktsieger)
Silber: Andrej Kotelnik (Ukraine)
Bronze: Alexander Maletin (Russland) und Cristian Bejarano Benitez (Mexiko)
Weltergewicht, Klasse bis 67 kg
Gold: Oleg Saitow (Russland; 24:16 Punktsieger)
Silber: Sergej Dotsenko (Ukraine)
Bronze: Dorel Simion (Rumänien) und Vitalii Grusac (Moldawien)
Mittelgewicht Klasse bis 75 kg
Gold: Jorge Gutierrez (Kuba; 17:15 Punktsieger)
Silber: Gaidarbek Gaidarbekow (Russland)
Bronze: Zsolt Erdei (Ungarn) und Wugar Alekperow (Aserbaidschan)
Schwergewicht, Klasse bis 91 kg
Gold: Felix Savon (Kuba; 21:13 Punktsieger)
Silber: Sultanahmed Ibragimow (Russland)
Bronze: Sebastian Köber (Frankfurt/Oder) und Wladimir Tschanturia (Georgien)