Boxen: Schwarzer Panther hinter Gittern - DER SPIEGEL
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Boxen Schwarzer Panther hinter Gittern

Der bislang in Hamburg lebende kubanische Box-Weltmeister Juan Carlos Gomez befindet sich nach seiner Flucht in die USA in einem Auffanglager nahe Miami.
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Hamburg - Wie die Hamburger Universum Box-Promotion am Dienstag bestätigte, ist Gomez wegen Steuerschulden aus Deutschland geflohen und hat in den USA um politisches Asyl gebeten. Nach Zeitungsberichten wurde der 27 Jahre alte Profi-Boxer bei seiner Einreise in die USA verhaftet, weil er kein Visum vorweisen konnte. Er sitzt vorerst in einem Auffanglager in Florida fest. Gomez sollte ursprünglich am vergangenen Samstag bei einer Profi-Veranstaltung in Hamburg sein Debüt im Schwergewicht geben.

Der Kubaner, der seit drei Jahren Champion des World Boxing Council ist und als weltbester Boxer im Cruisergewicht gilt, soll einen Teil seiner in Deutschland verdienten Gagen nicht versteuert haben. Die Steuerschuld wird auf 600.000 Mark beziffert. Unterdessen ist sein Konto gepfändet worden.


Gomez droht Abschiebung


Gomez, der sich vor sechs Jahren beim Chemie-Pokal-Turnier in Halle von der kubanischen Nationalmannschaft abgesetzt hatte, erhofft sich nun eine neue Existenz als Profi-Boxer in den USA. "Daraus wird wohl nichts", sagte Universum-Pressesprecher Bernd Bönte am Dienstag. "Wenn er in einem sicheren Drittland bereits Asyl hatte, kann er Gleiches nicht in einem weiteren Land erhalten." Gomez wird deshalb vermutlich aus den USA abgeschoben.

Der Universum-Boxstall besteht auf Einhaltung des bis zum 11. Dezember 2005 laufenden Vertrages. "Ich lasse Gomez sperren. Wenn er woanders boxt, verklage ich den Veranstalter auf Schadenersatz", sagte Promoter Klaus-Peter Kohl.