Kampf um den WBA-Gürtel: Sturm bleibt Champion
Boxen Sturm verteidigt WM-Titel
Hamburg - Die rund 9000 Zuschauer in der Mannheimer Arena pfiffen aus voller Kehle. Zuvor hatten sich die beiden Profiboxer Felix Sturm und Martin Murray im Kampf um den Titel im Mittelgewicht nach Version der World Boxing Association (WBA) über zwölf Runden einen tollen Fight geliefert, in dem Sturm besser war. Dennoch sah ihn nur ein Punktrichter vorne, wertete 116:112 für den 32-Jährigen. Der zweite Punktrichter sah ein 115:113 für Murray, der dritte ein 114:114 - unentschieden.
Damit bleibt Sturm Weltmeister, weil ein Remis als Titelverteidigung gilt. "Ich habe mich vorn gesehen. Ich habe die klareren Treffer gesetzt. Ich war der dominierende Mann", sagte Sturm nach der Urteilsverkündung. Er hatte mit seinem 29-jährigen Rivalen weitaus mehr Mühe als erwartet. Sturm konnte seine vermeintlichen boxerischen Vorteile zu selten ausspielen und zeigte sich in der Deckung anfällig. Dennoch sahen ihn fast alle Experten am Ende vorne.
"Mit einem Unentschieden ist keiner glücklich. Ich habe die klareren Treffer gehabt", sagte Sturm, der seinem Gegner vorwarf, sich hinter einer "Doppendeckung zu verschanzen". Sturm kündigte zudem noch im Ring ein Rematch an.
Der nach seiner Trennung vom Hamburger Universum-Stall als selbständiger Veranstalter agierende Sturm ist der einzige verbliebene deutsche Boxer mit Titel im Mittelgewicht. Einst waren auch Arthur Abraham, Sebastian Zbik und Sebastian Sylvester Weltmeister in dieser Gewichtsklasse.