Boxen: Ungarns Volksheld zerstört Ulrichs Traum - DER SPIEGEL
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Boxen Ungarns Volksheld zerstört Ulrichs Traum

Für den Berliner Thomas Ulrich hat sich die Hoffnung auf den WBO-Weltmeistertitel im Halbschwergewicht nicht erfüllt. Gegen den souveränen und treffsicheren Ungarn Zsolt Erdei hatte er gestern in Oberhausen keine Chance.
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Oberhausen - Der 32 Jahre alte Ungar besiegte am Abend in der Arena in Oberhausen Herausforderer Ulrich über zwölf Runden klar nach Punkten und gewann zugleich auch seinen 25. Profikampf.

Erdei hatte sich den Titel am 17. Januar 2004 vom Mexikaner Julio Gonzalez geholt und nun bereits zum sechsten Mal erfolgreich verteidigt.

Für den 31 Jahre alten Berliner Ulrich war es in seinem zweiten WM-Kampf zugleich die zweite Niederlage und die insgesamt dritte in nun 32 Profikämpfen. Am 15. Oktober 2005 war Ulrich in Düsseldorf bei seinem ersten Griff nach der WM-Krone gegen den polnischen WBA-Weltmeister Tomasz Adamek in der sechsten Runde ausgeknockt worden. Ulrich konnte dieses Mal nur in den ersten Runden und im Schlussspurt Akzente setzen.

Erdei war auch bei seiner sechsten Titelverteidigung der souverän im Ring und hat damit endgültig den Sprung ins Rampenlicht geschafft. Der Ungar war treffsicherer und deckungsstärker.

Der Schützling von Trainer Fritz Sdunek ist seit Januar 2004 Titelträger der WBO. In Ungarn ist er ein Volksheld, in Deutschland jedoch weitgehend unbekannt. "Wenn ich Ulrich schlage, werde ich in Deutschland mehr anerkannt. Das ist wichtig für mich", hatte Erdei vor dem Kampf gesagt.

itz/bri/sid/dpa