Boxen: Wladimir Klitschko feiert 50. K.o.-Sieg - DER SPIEGEL
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Klitschko vs. Mormeck: Eine Vorführung in vier Runden

Foto: Rolf Vennenbernd/ dpa

Boxen Wladimir Klitschko feiert 50. K.o.-Sieg

Erfolg für "Dr. Steelhammer": Wladimir Klitschko hat in seinem 60. Profikampf seinem Gegner Jean-Marc Mormeck keine Chance gelassen. Der Ukrainer feierte den 50. K.o.-Sieg seiner Karriere. Unterdessen kündigte sein Bruder Vitali an, als nächstes gegen den umstrittenen David Haye zu kämpfen.
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Hamburg - Box-Weltmeister Wladimir Klitschko hat seine Titel im Schwergewicht verteidigt. Der 35-Jährige gewann vor 50.000 Zuschauern in der ausverkauften Düsseldorfer Arena gegen Jean-Marc Mormeck durch K.o. in der vierten Runde. Für den Ukrainer war es der 50. K.o.-Sieg und insgesamt der 57. Erfolg im 60. Profi-Kampf.

Viele Experten hatten einen schnellen Sieg des Vierfach-Weltmeisters (WBO, WBA, IBF, IBO) erwartet. Mormeck ist vier Jahre älter als der Ukrainer, 17 Zentimeter kleiner und rund 13 Kilogramm leichter. Entsprechend große Probleme hatte der Franzose mit der Führhand von Klitschko.

Der jüngere der Klitschko-Brüder dominierte das Geschehen von Anfang an. Bereits in der zweiten Runde ging Mormeck erstmals zu Boden und wurde angezählt. Auch in der dritten Runde fand der Franzose kein Mittel gegen den Champion. Er kassierte Treffer um Treffer und ging erneut zu Boden, rettete sich aber in die Ringpause. Nicht eine ernsthafte Offensivaktion konnte Mormeck bis zu diesem Zeitpunkt anbringen.

In der vierten Runde war es dann soweit: Nach einer schnellen Links-Rechts-Kombination lag Mormeck zum dritten Mal am Boden und wurde vom Ringrichter ausgezählt. Der Kampf war zu Ende. "Mormeck hat alles versucht und alles gegeben", sagte Klitschko über seinen Gegner.

"Ich war noch topfit"

Vor dem Kampf hatte Mormeck noch gedroht, er werde Klitschko "das Gesicht zerschmettern". Davon war bei der Auseinandersetzung nichts zu sehen. Immerhin fand er einen Schuldigen für seine Niederlage: "Ich war nach den Treffern angeschlagen, aber der Ringrichter hat den Kampf zu früh beendet. Ich war noch topfit."

Seit 15 Monaten hatte der Franzose nicht mehr im Ring gestanden. Für den 39-Jährigen war es die fünfte Niederlage im 41. Kampf, von denen der frühere Cruisergewichts-Weltmeister allerdings nur vier im Schwergewicht bestritten hat.

Der Kampf hatte ursprünglich am 10. Dezember stattfinden sollen, doch Klitschko hatte kurzfristig wegen eines Nierensteins absagen müssen. Die Auseinandersetzung zwischen dem Weltmeister und dem Franzosen kam nur dank einer Sonder-Regelung der Weltverbände zustande. Eigentlich hätte Mormeck nach über einem Jahr Kampfpause aus den Weltranglisten gestrichen werden müssen. Aufgrund der Erkrankung von "Dr. Steelhammer" stand Mormeck nach wie vor auf den Ranglistenpositionen zehn bei WBA und WBO und auf neun bei IBF und IBO.

Nach dem Fight kündigte Wladimirs Bruder Vitali an, dass er in seinem nächsten Kampf gegen den Briten David Haye antreten werde. Haye, der im vergangenen Jahr nach Punkten gegen Waldimir seinen WBA-Gürtel verloren hatte, hatte sich nach dem Sieg von Vitali Klitschko gegen Dereck Chisora auf der anschließenden Pressekonferenz eine Schlägerei mit Chisora geliefert und so für einen Skandal gesorgt.

joe