Boxverband pleite: "Rocky" bleibt ein Pechvogel - DER SPIEGEL
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Boxverband pleite "Rocky" bleibt ein Pechvogel

Laut einer Gerichtsentscheidung stehen Graciano Rocchigiani rund 31 Millionen Dollar Schadensersatz vom World Boxing Council zu. Doch für das Urteil kann sich der frühere Weltmeister nichts kaufen. Der WBC hat Konkurs angemeldet.
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Berlin - "Jetzt ist ein Plan der Konkursverwalter gefordert. Wir wollen bei der Verteilung der Konkursmasse nicht leer ausgehen, sondern einen angemessenen Teil bekommen", sagte Rocchigiani-Anwalt Björn Ziegler am Donnerstag.

Das New Yorker Bezirksgericht hatte im September vergangenen Jahres entschieden, dass Rocchigiani rund 31 Millionen Dollar Schadensersatz vom Weltverband World Boxing Council zustehen. Der WBC habe "Rocky" den 1998 gewonnen WM-Titel im Halbschwergewicht zu Unrecht aberkannt.

Der im vergangenen November aus der Haft entlassene Rocchigiani wird am 10. Mai in der Stuttgarter Schleyer-Halle zum Comebackkampf gegen Ex-Europameister Thomas Ulrich in den Boxring zurückkehren - allerdings nicht als Weltmeister.

Das New Yorker Gericht hatte gleichzeitig entschieden, dass der 39-Jährige durch die Niederlage am 15. April 2000 gegen Dariusz Michalczewski seinen WM-Titel verloren habe. Damit kämpfen Rocchigiani und Ulrich über zwölf Runden um den Intercontintal-Titel des Weltverbands IBF.