Boxwelt trauert um Trainer Emanuel Steward - DER SPIEGEL
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Box-Trainer Steward "Er war der Beste"

Die Box-Welt trauert um Trainer Emanuel Steward: Wladimir Klitschko wird die "langen Gespräche über das Boxen, die Welt und das Leben" vermissen, Ex-Champion Lennox Lewis ist stolz, "ihn so lange in meiner Ecke gehabt zu haben". Steward war am Donnerstag im Alter von 68 Jahren gestorben.
Ex-Boxer Lewis (l.), Steward (Archiv): "Privileg, mit einer Legende zu arbeiten"
Ex-Boxer Lewis (l.), Steward (Archiv): "Privileg, mit einer Legende zu arbeiten"

Ex-Boxer Lewis (l.), Steward (Archiv): "Privileg, mit einer Legende zu arbeiten"

Foto: Teddy Blackburn / REUTERS
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Hamburg - "Das Boxen hat einen gewaltigen Verlust zu beklagen. Ich hatte das Privileg, fast ein Jahrzehnt mit dieser Legende zu arbeiten", sagte Wladimir Klitschko, "ich werde ihn sehr vermissen, am meisten unsere Freundschaft", sagte Wladimir Klitschko. Am Donnerstag war der 68-jährige Steward in Chicago an den Folgen einer Darmerkrankung gestorben.

Diane Steward-Jones hatte der Tageszeitung "Detroit Free Press" den Tod ihres Bruders bestätigt. Stewards Lebensgefährtin Anita Ruiz erklärte, ihr Freund sei in Folge von Komplikationen bei Operation gestorben.

"Er hat mir immer gesagt, ich sei der Größte. Aber eigentlich war er der Größte", sagte Lennox Lewis. Der Brite, zwischen 1992 und 2002 mehrfacher Schwergewichts-Weltmeister, feierte große Erfolge mit Steward. "Manny hat mir geholfen, einige meiner größten Kämpfe zu gewinnen. Ich bedaure, dass ich mich nicht revanchieren konnte und ihm nicht bei seinem größten Kampf helfen konnte", schrieb Lewis auf seiner Homepage.

Unter Steward zum dominierenden Schwergewichts-Boxer

Der gelernte Elektriker Steward begann seine Trainer-Laufbahn im Jahr 1971 in Detroit. Er führte Thomas Hearns zu Titeln. Der Amerikaner wurde in fünf verschiedenen Gewichtsklassen Weltmeister. Später betreute Steward auch die Mehrfach-Weltmeister Óscar de la Hoya (USA), Evander Holyfield (USA) und Lewis.

Wladimir Klitschko engagierte Steward im Jahr 2004 nach den Niederlagen gegen Corrie Sanders (Südafrika) und Lamon Brewster (USA). "Er hat mir den Erfolg zurückgebracht", sagte der 36-Jährige. Die Zusammenarbeit trug 2006 erste Früchte, als sich der jüngere der beiden Klitschko-Brüder den WM-Titel zurückholte.

Wladimir Klitschko reifte anschließend unter Steward zum dominanten Schwergewichts-Boxer von heute. Er ist Titelträger der drei großen Verbände IBF, WBA und WBO. "Ich bin sehr glücklich und dankbar, dass ich die Chance bekommen habe, mit einer Legende zusammen zu arbeiten", sagte er.

Klitschko hatte bereits vor zwei Tagen auf die Erkrankung von Steward reagiert und für seinen anstehenden Schwergewichts-Titelkampf am 10. November in Hamburg gegen den Polen Mariusz Wach einen Interimscoach engagiert. Der 30 Jahre alte Johnathon Banks wird den Ukrainer in der Ringecke unterstützen.

chp/sid

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