British Open: Der Tiger soff ab - DER SPIEGEL
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British Open Der Tiger soff ab

Bei den British Open erlebte Tiger Woods das bislang größte Debakel seiner Karriere. Der weltbeste Golfprofi ging im schottischen Regen völlig unter.
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Muirfield - Durch einen gewaltigen Regensturm gehandicapt, spielte Woods am dritten Tag der 131. British Open eine katastrophale 81er-Runde. Der 26-Jährige fiel am Samstag mit insgesamt 222 (71+70+81) Schlägen im Gesamtklassement vom neunten auf den geteilten 67. Rang zurück.

Für Woods war es auf dem Kurs im schottischen Muirfield die schlechteste Runde, die er jemals bei einem Major-Turnier gespielt hatte. Zudem vergab der US-Amerikaner die Chance, als erster Spieler alle vier Major-Turniere in einem Jahr zu gewinnen. Woods hatte diese Saison bereits das US Masters und die US Open für sich entschieden.

"Ich konnte nicht besser"

"Es war reine Frustration. Ich habe alles gegeben. Ich konnte aber nicht besser, dort draußen im Sturm und hüfthohen Gras. Es war so hart, dass es zeitweilig schwierig genug war, stehen zu bleiben. Aber das Wetter gehört zu den British Open. Es ist unvorhersehbar und unabänderlich. So wird es immer bleiben", sagte Woods.

Bei Woods standen am Samstag insgesamt sieben Bogeys und zwei Doppelbogeys neben einem einzigen Birdie auf der Scorekarte, als er völlig deprimiert vom Par-71-Kurs in Muirfield schlich. Völlig entnervt von Wind und Regen hatte der Profi aus dem sonningen Kalifornien die Bälle kreuz und quer über den Platz getrieben. Immer wieder landete der Ball im Bunker oder im Gras.

Zwischendurch griff der Superstar sogar statt des Putters zum Eisen, um den Ball ins Loch zu schieben. Solche Blößen hatte sich der weltbeste Golfprofi zuvor noch nie gegeben. Erst am 17. Grün fand Woods wieder zu seinem Humor. Als ihm das einzige Birdie der Runde gelang, riss er die Arme hoch und verbeugte sich vor den Zuschauern.

Vor der Schlussrunde am Sonntag hat der Weltranglistendritte Ernie Els die besten Chancen auf den mit 1,095 Millionen Euro dotierten Siegerscheck. Mit 208 Schlägen (70+66+72) behauptete der Südafrikaner seinen Spitzenplatz vor dem Dänen Sören Hansen (210/68+69+73) und sieben Spielern mit je 211 Schlägen. Bernhard Langer konnte sich mit 215 Schlägen (72+72+71) vom 60. auf den 39. Platz verbessern.