Busemann: "Ich könnte mir in den Hintern beißen" - DER SPIEGEL
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Busemann "Ich könnte mir in den Hintern beißen"

Seinen Silbermedaillen-Gewinn von Atlanta konnte Frank Busemann in Sydney nicht wiederholen. Olympia-Gold im Zehnkampf ging an den Esten Erki Nool, aber sein Sieg hat einen bitteren Beigeschmack.
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Sydney - "König der Athleten" wurde mit 8641 Zählern Erki Nool aus Estland. Silber und Bronze gewannen der Tscheche Roman Sebrle (8606) und Chris Huffins aus den USA (8595). Frank Busemann musste sich am Ende mit einem enttäuschenden siebten Rang zufrieden geben. Der Karlstädter Stephan Schmidt (8206) und Mike Maczey aus Malente (7228) belegten die Plätze 9 und 25.

"Dieses Ergebnis löst zwar keine Endzeitstimmung bei mir aus, aber ich könnte mir in den Hintern beißen, denn vielleicht hätte ich mit einem guten Diskuswurf ganz vorne mitgemischt", sagte ein unzufriedener Busemann. Der 25-jährige Dortmunder kam beim Diskuswerfen lediglich auf 33,71 Meter und blieb damit 13 Meter unter seiner Bestleistung. "Wenn der Bolzen im Diskus nicht gewesen wäre, wären wir gut dabei. Die 33 Meter sind vielleicht gut für ein Sportabzeichen, aber nicht für eine Medaille", sagte Bundestrainer Carl Marek nach dem Diskuswerfen.

Olympiasieger Erki Nool war eigentlich schon ausgeschieden. Nachdem alle drei Diskus-Versuche des Esten zunächst als ungültig in die Ergebnisliste eingingen, wurde der letzte Wurf des Europameisters mit 43,66 Meter doch noch gewertet. Gegenproteste anderer Nationen wurden von der Jury abgewiesen. Nool hatte gegen die rote Fahne des Kampfrichters im letzten Versuch so vehement protestiert, dass dieser den Wurf gültig gab. Dies wertete die Jury der IAAF als Tatsachenentscheidung und beließ den späteren Sieger im Wettbewerb.