Charles Friedek: "Habe kopfmäßig versagt" - DER SPIEGEL
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Charles Friedek "Habe kopfmäßig versagt"

Dreisprung-Weltmeister Charles Friedek hat den Sprung in den Endkampf und damit das erwartete Kräftemessen mit Weltrekordler Jonathan Edwards verpasst.
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Sydney - Vor 112.524 Zuschauern im ausverkauften Stadium Australia siegte am Montag im Dreisprung der Männer der Brite Jonathan Edwards mit der Jahresbestleistung von 17,71 Meter vor dem Kubaner Yoel Garcia (17,47) und dem Russen Denis Kapustin (17,46). Der Leverkusener Charles Friedek schied im Finalvorkampf mit drei ungültigen Versuchen vorzeitig aus.

"Ich war verunsichert und habe kopfmäßig versagt", kommentierte Friedek nach dem Wettkampf sein Abschneiden. Der amtierende Weltmeister war durch eine Verletzung gehandicapt und konnte nur gespritzt an den Start gehen. "Das Bein konnte betäubt werden, aber du schleppst die Verletzung ständig im Kopf mit dir herum", sagte der Schützling von Trainer Bernd Knut.

Friedek, der seit 1998 in Folge Weltcupsieger, Hallen- sowie Freiluft-Weltmeister und auch Hallen-Europameister wurde, hatte sich im Training einen Sehnenriss in der Kniekehle zugezogen, der seinen Olympia-Start zunächst sogar in Frage gestellt hatte. Noch am Morgen des Finaltages äußerte sich Mannschaftsarzt Dr. Karl-Heinz Graff skeptisch: "Es hat eine Einblutung an der hinteren Kniegelenk-Außenseite gegeben. Das Risiko ist da".

Für "Dickschädel" Friedek aber kein Grund auf den Zweikampf mit Weltrekordler Jonathan Edwards zu verzichten. "In dem Moment, wo du aufgibst, hast du sowieso verloren. Deshalb habe ich die Versuche alle durchgezogen", sagte der 29-Jährige und kündigte an, bereits im nächsten Jahr wieder voll anzugreifen.