Christian Coleman: Antidopingagentur Usada stellt Ermittlungen ein - DER SPIEGEL
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US-Sprintstar Antidopingagentur stellt Ermittlungen gegen Coleman ein

Der schnellste Mann der Welt hat drei Dopingtests verpasst. Weil aber die Antidopingagentur der USA einen Test aus formalen Gründen rückdatiert, muss Christian Coleman keine Sperre fürchten.
Foto: Michal CIZEK/AFP
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Die Antidopingagentur der USA (Usada) hat Ermittlungen gegen Christian Coleman eingestellt. Wie die Usada mitteilte , habe sich der WM-Zweite über 100 Meter, der zunächst wegen dreier verpasster Dopingtests innerhalb eines Jahres eine Sperre fürchten musste, diese Fehler eben nicht innerhalb von zwölf Monaten geleistet. Deshalb werde der Fall nicht weiter verfolgt.

Zum Hintergrund: Sportler müssen im Voraus angeben, wo sie erreichbar sind, damit jederzeit unangekündigte Dopingkontrollen durchgeführt werden können. Werden sie dann nicht angetroffen, ist von einem verpassten Test die Rede. Selbiges gilt für den Fall, dass die Sportler keine oder unzureichende Angaben gemacht haben. Drei verpasste Kontrollen innerhalb eines Jahres sind ein Verstoß gegen die Antidopingbestimmungen. Coleman hätte bei einer Verurteilung eine Sperre von bis zu zwei Jahren gedroht.

Die Usada teilte nun mit, dass nach Auslegung dieser Aufenthaltsregelung durch die Weltantidopingagentur Wada Colemans erstes Versäumnis auf den Beginn jenes Quartals datiert werden müsse, in dem der US-Sprinter den Test verpasst habe. Das wäre der 1. April 2018 und nicht der Tag des verpassten Tests, der 6. Juni. Da Colemans dritter Verstoß vom 26. April 2019 datiert, beträgt die Zeitspanne für die drei verpassten Dopingkontrollen nun mehr als ein Jahr.

Coleman darf damit auch an der WM in Doha teilnehmen. Die Wada und der Leichtathletik-Weltverband IAAF können gegen die Entscheidung noch Einspruch einlegen, was jedoch als unwahrscheinlich gilt.

sak/dpa/Reuters