Comeback Martin Schmitt schwitzt sich aufs Podest
Courchevel - Im Finale der besten Zwölf landete Schmitt bei 124,5 Meter (126,1 Punkte) und musste sich nur dem Japaner Hideharu Miyahira und dem Finnen Janne Ahonen geschlagen geben. Beide wurden mit 128,4 Punkten gemeinsame Sieger.
In der Gesamtwertung führt nach vier von sieben Springen Ahonen mit 345 Punkten vor Miyahira (255). Bester Deutscher ist Frank Löffler auf Rang elf mit 96 Zählern. Der Oberstdorfer wurde in Courchevel Achter.
Auf der Olympia-Schanze von 1992 feierte Martin Schmitt bei hochsommerlichen Temperaturen ein erfolgreiches Comeback. Nach einem enttäuschenden 28. Platz zum Grand-Prix-Auftakt Anfang August in Hinterzarten hatte der 22-Jährige in Courchevel trainiert und dabei auch neue Ski und Anzüge getestet. Mit Sprüngen von 130 Meter im Viertelfinale und 122,5 Meter im Halbfinale meldete sich Schmitt nun wieder in der Weltspitze zurück. Chancen auf den Gesamtsieg hat der "Mattenmuffel" als Gesamt-13. (63 Punkte) allerdings nicht mehr.
Die restlichen deutschen Skispringer verpassten das Finale: Dirk Else, Frank Reichel (beide Oberwiesenthal), Alexander Herr, Hansjörg Jäckle (Schonach-Rohrhardsberg) schieden bereits im Viertelfinale aus, für Christof Duffner (Schönwald) und Michael Uhrmann (Rastbüchl) war im Halbfinale Endstation. Skiflug-Weltmeister Sven Hannawald (Hinterzarten), der wegen Müdigkeit und gesundheitlicher Probleme eine Wettkampfpause eingelegt hat, wird noch bis Mittwoch von Teamarzt Ernst Jakob untersucht.