Dakar-Fotostrecke: Die Wüste lebt - DER SPIEGEL
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Dakar-Fotostrecke Die Wüste lebt

Kaum ein Autorennen der Welt findet unter solch anstrengenden Bedingungen statt wie die Dakar-Rallye. Kein Wunder, dass die Treibjagd durch die Wüste ihre Opfer fordert. Immerhin können sich die Fahrer an atemberaubenden Landschaften ergötzen, sollten sie einmal Zeit für den Blick abseits der Piste haben.
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Bamako - Die schwerste Rallye der Welt nimmt eine Auszeit, und die meisten noch verbliebenen Teilnehmer um die beiden Deutschen Jutta Kleinschmidt und Andrea Mayer haben etwas Zeit zum Luft holen. Ob die Absage der zehnten und elften Etappe der Dakar-Rallye am Samstag und Sonntag aus Angst vor Angriffen bewaffneter Rebellen erfolgte oder ob die Veranstalter die Chance nutzten, nach mehreren schweren Etappen das dezimierte und weit auseinander gezogene Feld wieder ein wenig zusammenzuführen, war Fahrern und Service-Crews am Samstag in Malis Hauptstadt Bamako egal. Sie freuten sich über die willkommene Erholungspause, die am Montag durch den regulär vorgesehenen Ruhetag auf drei Tage anwächst.

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Dakar-Rallye-Fotostrecke: Die Wüste lebt

Foto: AP

Mitsubishi-Werkspilotin Andrea Mayer, die mit ihrem erfahrenen Co-Piloten Andreas Schulz mit 4:50:24 Stunden Rückstand auf ihren führenden Mitsubishi-Kollegen Stephane Peterhansel (Frankreich) trotz der Probleme mit einer gebrochenen Aufhängung auf dem hervorragenden sechsten Platz liegt, wäre allerdings gerne weitergefahren. Am Samstag hatte die wie die anderen Teilnehmer ihr Auto per Flugzeug nach Bamako transferiert Von dort ging es am Sonntag in neutralisierter Fahrt weiter nach Burkina Faso. Ab Dienstag stehen noch sechs Etappen auf dem Weg nach Dakar an.

Für VW-Pilotin Jutta Kleinschmidt war die Entscheidung der Rennleitung nachvollziehbar. "Viele Private konnten es nicht mehr schaffen", meinte die gebürtige Kölnerin, die 2001 als erste Deutsche und erste Frau in Dakar triumphiert hatte. Kleinschmidt ist es durchaus recht, "wenn es so hart ist", ihre italienische Beifahrerin Fabrizia Pons dagegen stöhnte: "Für das, was wir in den letzten Tagen durchgemacht haben, fehlen mir die Worte."

Nach dem Protest gegen den Ausschluss wegen eines nach Ansicht der Regelhüter verbotenen Wechsels des Motorblocks nach einem Wasserschaden ist Jutta Kleinschmidt im VW Touareg nur noch unter Vorbehalt im Rennen - auf Rang 26 mit 20:39:11 Stunden Rückstand.

Mitsubishi-Sportchef Sven Quandt zeigte Verständnis dafür, dass die Organisatoren Warnungen von Behörden aus Frankreich und Mali vor Überfällen ernst nahmen. "Das ist sehr sinnvoll. Zwischenfälle können wir nicht gebrauchen", sagte Quandt: "Es fehlen jetzt zwar zwei Prüfungen, aber so eine Entscheidung muss man schon treffen, wenn man auch nur ein bisschen beunruhigt ist. Es sind fast 1500 Leute mit der Rallye unterwegs, das Risiko darf man nicht unterschätzen."

Hinter Peterhansel liegt Vorjahressieger Hiroshi Masuoka (Japan/1:04 Stunden zurück) in einem weiteren Mitsubishi Pajero Evo auf Rang zwei. Der Franzose Bruno Saby im zweiten VW Touareg ist Siebter (5:19:55).