Dakar-Rallye: Die Wüste fordert ihre Opfer - DER SPIEGEL
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Dakar-Rallye Die Wüste fordert ihre Opfer

Die härteste Rallye der Welt verlangt von den Akteuren höchsten Einsatz. Wüstenstürme, Totalschäden und knochenharte Arbeit gehören zum alltäglichen Bild der Dakar 2003. Auf der sechsten Etappe konnte Jutta Kleinschmidt jedoch entscheidend nach vorne fahren.
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Ghadames - Auf der sechsten Etappe der 25. Rallye Paris - Dakar in Tunesien haben Jutta Kleinschmidt (Köln) und ihre italienische Beifahrerin Fabrizia Pons erstmals den Sprung unter die ersten Zehn geschafft. Mit einem achten Platz verbesserte sich die Dakar-Siegerin von 2001 am Dienstag erneut und liegt nach der sechsten 228 Kilometer langen Prüfung in der tunesischen Wüste nun in der Gesamtwertung auf dem zehnten Platz. An der Spitze löste der französische Mitsubishi-Pilot Stéphane Peterhansel seinen japanischen Stallgefährten Hiroshi Masuoka und dessen Münchner Beifahrer Andreas Schulz wieder ab. Mit seinem dritten Tagessieg hatte der zweifache Motorrad-Dakar-Gewinner Peterhansel den Vorjahressieger Masuoka um 49 Sekunden auf den zweiten Platz verdrängt.

Bei den Motorräder blieb auch nach der sechsten Etappe der Franzose Richard Sainct vorne, wird aber zusehends stärker bedrängt von seinen KTM-Kollegen Fabrizio Meoni (Italien) und Nani Roma (Spanien), die zeitgleich bis auf 17 Sekunden zu ihm aufschlossen.

Schrotthaufen: Der VW Tarek von Dieter Depping und Walter Bachhuber kam auf der fünften Etappe aprupt zum Stillstand

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Foto: AFP
Zwangspause: Luc Alphand und sein Co-Pilot Matthew Stevenson mussten inmitten der tunesischen Wüste ihren BMW X5 reparieren

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Foto: AFP
Wasserspiele: Auf der dritten Etappe gaben Grègoire de Mèvius und Beifahrer Alain Guehennec am Strand von Castellón mächtig Gas

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Verfolger im Blindflug: Der Holländer Eric Verhoeff hinterließ zwischen Tozeur und El Borma eine mächtige Staubwolke

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Foto: DPA
Fans im Dämmerlicht: Zwei Dromedare am Wegrand der Rallye Dakar

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Foto: AFP
Einfallstor nach Afrika: Von Valencia ging es per Schiff nach Tunis

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Foto: AP
Stopp ohne Box: Thierry de Lavergne (l.) und Co-Pilot Jacky Dubois versuchen ihren Nissan wieder in Schwung zu bekommen

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Foto: AFP
Raststätte Tunis: Ein Motorradfahrer sucht die Kraft in der Ruhe

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Hoffentlich kein Sand im Getriebe: Khalifa Al Mutaiwei (Emirate) belegte auf der fünften Etappe den 17. Rang

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Foto: EPA/DPA


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Navigationskünste der Beifahrerin


Kleinschmidt erlebte ihren ersten sorgenfreien Tag bei ihrer Dakar-Premiere im VW Tarek. "Heute können wir zufrieden sein. Im ersten Abschnitt konnten wir erstmals unseren Wagen mit Vollgas ausfahren. Im zweiten Abschnitt waren die Navigationskünste meiner Beifahrerin gefragt. Sie hat ihre Aufgabe bestens erledigt", sagte Kleinschmidt im Ziel der Prüfung, die sie mit der achtbesten Zeit beendete. Im Gesamtklassement liegt sie 43:24 Minuten hinter Peterhansel.

Kleinschmidts einstiger Lebensgefährte Jean-Louis Schlesser (Monaco), der in den beiden vergangenen Jahren die Dakar zu einem privaten Rosenkrieg nutzte, musste alle Hoffnung auf die Wiederholung seines Sieges von 2000 begraben. Nach 68 Kilometern blieb Schlesser, bis dahin Gesamt-Achter, mit einem Elektrikschaden an seinem Eigenbau-Buggy liegen und musste auf den Weitertransport mit dem Service-Truck ins Biwak bei Ghadames warten.

Depping ausgeschieden


Auch die Hoffnung des dreifachen Rallyemeisters Dieter Depping (Wedemark) auf eine Weiterfahrt erfüllte sich nicht. Dakar-Debütant Depping, der bis dahin als bester deutscher Fahrer auf Rang 13 lag, hatte sich im VW Tarek kurz vor dem Ziel der Montag-Etappe überschlagen. Der Unfallschaden war zu groß, um den VW-Buggy wieder einsatzfähig machen zu können.