Damen-Masters: Kurnikowa im Halbfinale gescheitert - DER SPIEGEL
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Damen-Masters Kurnikowa im Halbfinale gescheitert

Im Halbfinale endete Anna Kurnikowas Siegeszug beim Masters in New York. Auch ihre russische Landsfrau, die Olympia-Zweite Jelena Dementjewa, schied in der Vorschlussrunde aus.
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Mit einem 6:1, 7:6 (7:4) gegen die 19-jährige Dementjewa erreichte Monica Seles acht Jahre nach ihrem bis dato letzten Masters-Sieg erneut das Finale, in dem sie auf die Weltranglisten-Erste Martina Hingis trifft. Die 20-jährige Schweizerin zerstörte mit einem 7:6 (7:2), 6:2 die Hoffnungen Kurnikowas, in ihrem 81. Turnier endlich den ersten Titel zu gewinnen.

Gemeinsam hielten sich Martina Hingis und Anna Kurnikowa im Doppelfinale schadlos. Mit einem 6:2, 6:3 gegen Nicole Arendt (USA) und Manon Bollegraf (Niederlande) wiederholten die beiden "Spice Girls" ihren Vorjahreserfolg im Madison Square Garden und bekundeten anschließend ihre Absicht, auch im nächsten Jahr zusammen Doppel zu spielen. In New York feierten sie bereits ihren neunten gemeinsamen Triumph, für Martina Hingis war es der insgesamt 33. Erfolg im Doppel.

Den 35. Einzeltitel der Schweizerin und ihren neunten Saisonerfolg im 14. Finale will Monica Seles unbedingt verhindern, aber ihre Chancen stehen zumindest von der Papierform her schlecht. Die Bilanz im direkten Vergleich spricht mit 11:2 eindeutig zugunsten von Hingis, doch kann Monica Seles sich der bedingungslosen Unterstützung der Zuschauer sicher sein. "Hier in New York haben mich die Menschen immer geliebt", sagte sie nicht ohne Wehmut: "Auch am Anfang meiner Karriere, als man mich wahrlich nicht überall auf der Welt mochte."

16 Jahre und elf Monate war Monica Seles alt, als sie 1990 als bis heute jüngste Spielerin aller Zeiten das Saisonfinale im Madison Square Garden gewann. Es war ihr erster von drei aufeinander folgenden Masters-Titeln, ehe ihre Karriere im April 1993 brutal zerstört wurde. "Ich habe längst aufgehört, darüber nachzudenken, was ich noch alles erreicht hätte, wenn mein Leben normal verlaufen wäre", sagte Seles: "Ich habe in den vielen dunklen Jahren gelernt, wie lebenswichtig es ist, nach vorne zu schauen."

Beim Masters wollte Monica Seles in diesem Jahr unbedingt dabei sein, obwohl sie von einer schmerzhaften Tendinitis in beiden Füßen geplagt wird und seit Wochen nicht optimal trainieren konnte. "Ich musste schon 1999 wegen einer Fußverletzung verzichten, aber meine letzte Masters-Chance wollte ich auf gar keinen Fall Verpassen", erzählte sie nach ihrem Halbfinalsieg. Von ihrer eher mäßigen Bilanz gegen Hingis lässt sie sich nicht beeindrucken: "Ich werde einfach rausgehen und Tennis spielen. Das kann ich immer noch, und das wird auch Martina merken."