Damen-Masters: Wirbel um Williams-Schwestern - DER SPIEGEL
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Damen-Masters Wirbel um Williams-Schwestern

Martina Hingis schickte Julie Halard-Decugis in den vorzeitigen Ruhestand, Anna Kurnikowa gewann ihr erstes Masters-Match überhaupt. Doch die Schlagzeilen in New York gehören zwei Schwestern, die gar nicht teilnehmen.
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New York - Richard Williams, Vater der "Power Sisters" Venus und Serena, fordert von der WTA einen größeren Anteil an den Einnahmen. "Meine Töchter haben das Damentennis wieder populär gemacht. Sie haben der WTA viel Geld gebracht, ein gerechter Anteil steht ihnen zu", erklärte Williams. Er fordert eine gleichberechtigte Partnerschaft zwischen seinen Kindern und der WTA.

Reaktionen folgten postwendend. Hingis und Kurnikowa reagierten sauer auf die Kommentare des Tennisvaters. "Die WTA ist größer als die Williams-Sisters. Ich glaube, da leidet jemand an Selbstüberschätzung. Sicherlich sind Venus und Serena sehr populär, aber der Tennis-Zirkus besteht aus mehreren Spielerinnen", erklärte die Schweizerin, der Anna Kurnikowa beipflichtete: "Die Tour ist die Tour. Wir alle gehören dazu, haben Anteil am Erfolg. Es gibt nun einmal Regeln und die muss jeder einhalten."

Zuvor hatten beide Spielerinnen sportlich überzeugt. Hingis fertigte die Französin Julie Halard-Decugis in nur 51 Minuten mit 6:2, 6:3 vom Platz und feierte im fünften Aufeinandertreffen den fünften Zweisatzerfolg. Während die top gesetzte Schweizerin, die bei der mit zwei Millionen Dollar dotierten Konkurrenz ihren 20. Saisonsieg in der Halle feierte, am Netz mit 84 Prozent gewonnener Punkte beeindruckte, beendete ihre französische Gegnerin aus Frust nach dem Spiel ihre Tenniskarriere. "Sie war einfach zu gut. Es war definitiv das letzte Spiel meiner Karriere", erklärte Halard-Decugis.

In der Runde der letzten Acht trifft die Schweizer Weltranglistenerste, die im Madison Square Garden den zweiten Titel nach 1998 anstrebt, nun auf die Französin Nathalie Tauziat, die Amy Frazier aus den USA mit 6:3, 6:2 ausschaltete. Auch Anna Kurnikowa gewann zur Freude der Zuschauer im dritten Anlauf ihr erstes Match beim Masters und folgte Hingis mit einem 6:4, 6:4 über Jennifer Capriati (USA) ins Viertelfinale. Dort spielt die Russin gegen Conchita Martinez. Die Spanierin schlug Kurnikowas Landsfrau Jelena Lichowtsewa mit 2:6, 6:4, 6:3.

Capriati musste damit bei ihrem Masters-Comeback nach acht Jahren Abstinenz frühzeitig die Koffer packen, während Kurnikowa zumindest verbal zum großen Schlag ausholt. "Ich bin mental bereit zu siegen. Dieses Jahr ist anders, ich bin unter den Top acht", sagte die Russin, die nun auf die an Nummer vier gesetzte Spanierin Conchita Martinez trifft.