Davis Cup: Haas siegt, B. Becker zeigt Nerven - DER SPIEGEL
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Davis Cup Haas siegt, B. Becker zeigt Nerven

Guter Auftakt für das deutsche Davis-Cup-Team: Gegen Kroatien holte Thomas Haas einen Punkt, der junge Benjamin Becker schlug sich danach wacker gegen den Favoriten. Ein erfolgreiches Debüt wie seinem Namensvetter blieb ihm allerdings versagt.
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Krefeld - "Ich bin natürlich unzufrieden. Letztlich habe ich mich doch beeinflussen lassen von der Wichtigkeit des Spiels und dem ganzen Drum und Dran. Daran muss ich noch arbeiten", sagte Becker nach dem 7:6 (7:4), 4:6, 2:6, 3:6 gegen den Weltranglisten-Achten Ivan Ljubicic. Damit verpasste Becker ein erfolgreiches Debüt in dem Wettbewerb, wie es Boris Becker vor 22 Jahren gegen Spanien hingelegt hatte. "Ich bin etwas eingebrochen, das ärgert mich", so der 25-Jährige.

Der Youngster im deutschen Team hatte gegen den Kroaten hervorragend begonnen, den ersten Satz gewonnen, danach legte der in der Rangliste 41 Plätze besser Platzierte seine Lässigkeit jedoch ab und drehte das Spiel noch. "Ljubicic hat eben im entscheidenden Moment gezeigt, warum er unter den besten Zehn steht", sagte Bundestrainer Patrik Kühnen, der nach dem 1:1 weiter vom ersten Viertelfinale einer DTB-Auswahl seit sechs Jahren träumen kann.

Dies war vor allem dem souveränen 2:6, 6:4, 6:4, 6:4-Erfolg von Australian-Open-Halbfinalist Thomas Haas gegen den leicht erkrankten Mario Ancic zu verdanken. "Ich bin sehr froh und stolz, dass ich den ersten Punkt holen konnte", sagte Haas. Wie Ljubicic war auch in diesem Spiel der höher Eingeschätzte schwach gestartet. "Die Schlüsselszene war, dass ich im zweiten Satz gleich meine Breakpunkte nutzen konnte", so Haas zum Wendepunkt des Duells. Zwei Punkte fehlen dem deutschen Davis-Cup-Team noch, morgen soll das Doppel mit Alexander Waske und Michael Kohlmann den ersten davon gegen Ancic/Ljubicic holen.

goe/dpa