Daviscup gegen Kroatien Haas als Leitwolf für den jungen Becker
Hamburg - Thomas Haas trifft im ersten Match des Daviscup-Duells gegen Kroatien morgen (13.45 Uhr, live im DSF) in Krefeld auf Mario Ancic. Danach muss Becker gegen Ivan Ljubicic ran. "So hatten wir uns das vorgestellt", sagte Teamkapitän Patrick Kühnen, "Tommy geht als Erster raus uns Benny legt dann nach."
Gegen die beiden Top-Ten-Spieler Ancic und Ljubicic geht Deutschland nur als Außenseiter in die Partie. "Ich fühle mich echt wohl und bin tierisch stolz, dass ich dazugehören darf", sagte der 25-jährige Becker vor seinem ersten Auftritt. Er bestreitet dazu am Sonntag das vielleicht entscheidende Abschlusseinzel gegen Ancic. "Er ist schon sehr reif für sein Alter", so Kühnen, "Benny wird seinen Weg gehen."
Im Doppel treffen Alexander Waske und Michael Kohlmann am Samstag auf das kroatische Top-Duo. Ancic/Ljubicic sind seit sechs Daviscup-Partien im Doppel ungeschlagen. Das ficht Kohlmann nicht an. "Wir wollen eigentlich den dritten Punkt holen", sagte er, nachdem er in den Tagen zuvor noch mit einer fiebrigen Erkältung zu kämpfen hatte.
Nach sechs Jahren will das deutsche Team erstmals wieder in das Viertelfinale einziehen. Der Druck liege auf den Kroaten, so Haas, zeigte sich aber zuversichtlich. "Ich fühle mich super, habe in den letzten Tagen gut trainiert und bin ganz optimistisch", sagte der 28-Jährige. "Wenn wir auf den Punkt unsere beste Leistung abrufen können und das Publikum mitspielt, werden wir schwer zu schlagen sein."
Während der eine Becker in Krefeld um Daviscup-Punkte kämpft, zeigt sich sein berühmter Namensvetter zeitgleich im knapp 80 Kilometer entfernten Düren ebenfalls dem Publikum. Boris Becker spielt an der Seite von Carl-Uwe Steeb einen als "Daviscup-Revival" betitelten Schaukampf gegen Frankreich. Kommentar von Kühnen: "Ich hab davon gehört, aber was soll's?"
bri/sid/dpa