DBB-Neuling Kaman: "Ich werde alles tun" - DER SPIEGEL
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DBB-Neuling Kaman "Ich werde alles tun"

In der NBA gehört er zu den besten Centerspielern. Nun soll Chris Kaman auch der deutschen Auswahl helfen. Die Olympia-Teilnahme ist das große Ziel. Dabei setzt der 26-Jährige auf den starken Teamgeist. In den USA sei Basketball ausschließlich ein Geschäft.
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Frage: Herr Kaman, nach langem Warten auf die endgültige Freigabe stehen Sie in Athen vor dem Debüt in der deutschen Basketball-Nationalmannschaft. Welche Erwartungen haben Sie?

Kaman: Es war ein langer Weg bis zum deutschen Pass, aber dann ging in den letzten Tagen alles sehr schnell. Zuerst die Einbürgerung, dann der Flug nach Deutschland und die Freigabe wegen der Versicherung. Es waren zuletzt sechs hektische Tage. Aber jetzt bin ich froh, dass ich hier bin und es endlich losgehen kann.

Frage: Wann haben Sie erfahren, dass es doch noch mit dem Einsatz bei der Olympia-Qualifikation klappen könnte?

Kaman: Ich war bei der Geburtstagsfeier meines Vaters in Michigan, als am Dienstag der Anruf kam, dass ich meinen deutschen Pass abholen kann. Am Mittwoch bin ich geflogen, seither habe ich außer Hotels und Hallen nicht viel von Deutschland gesehen. Ich habe zuvor nur einmal deutschen Boden betreten und zwar auf dem Frankfurter Flughafen bei der Durchreise nach Moskau.

Frage: Was ist das für ein Gefühl, als NBA-Profi plötzlich in einer Nationalmannschaft zu spielen?

Kaman: Ich bin sehr stolz, und es ist eine große Ehre für mich, dass ich für Deutschland spielen und dieser Mannschaft helfen kann. Ich kann zwar nichts garantieren, aber ich werde alles tun, damit Deutschland in Peking dabei ist. Auch für mich ist das ein großes Ziel.

Frage: Wie sind Sie in der Mannschaft aufgenommen worden?

Kaman: Dirk Nowitzki hat mir vorher viel erzählt. Schließlich bin ich in eine Mannschaft gekommen, die schon seit Jahren zusammenspielt. Ich bin sehr gut aufgenommen worden, jeder hat mich willkommen geheißen, und ich fühle mich sehr wohl. Es ist alles ganz anders als in der NBA, da ist Basketball nur Job und Business. Aber hier ist alles sehr nah, man macht alles zusammen, ganz anders als in der NBA. Ich mag das.

Frage: Das Okay der Versicherung hatte sich verzögert, weil die Los Angeles Clippers Probleme mit ihrem Sprunggelenk befürchteten.

Kaman: Ich habe nun schon mehrfach trainiert, aber keinerlei Beschwerden am Sprunggelenk. Training ist immer etwas anderes als ein Spiel, aber dennoch sehe ich keine Probleme. Auch was die Physis angeht, wird es von Tag zu Tag besser. Ich weiß, dass man viel von mir erwartet und dass ich auf dem Feld eine wichtige Position einnehmen werde. Deshalb werde ich alles versuchen, um meine Aufgabe in der Defensive und Offensive zu erfüllen.

Aufgezeichnet von Günter Bork, sid

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