DEL-Finale: Eisbären rupfen Adler Mannheim - DER SPIEGEL
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DEL-Finale Eisbären rupfen Adler Mannheim

Die Eisbären Berlin können den Sekt für die Meisterfeier kalt stellen. Nach dem überzeugenden Auftritt in Mannheim fehlt den Eisbären nur noch ein Sieg zum Titel. Im Heimspiel am kommenden Dienstag könnte der ehemalige DDR-Meister die Best-of-Five-Serie bereits für sich entscheiden.
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Mannheim - Mit 4:0 (1:0, 2:0, 1:0) bei Adler Mannheim haben die Eisbären Berlin auch im zweiten Spiel der Finalserie (Best-of-five) die Oberhand behalten. Denis Pederson (7.), Kapitän Steve Walker (21./32.) und Shawn Heins (52.) sicherten dem Team von Trainer Pierre Page vor 8200 Zuschauern im ausverkauften Mannheimer Friedrichspark nach dem 5:3 vom Freitag den zweiten Sieg im zweiten Spiel und der Hauptstadt die Aussicht auf die erste deutsche Eishockey-Meisterschaft seit 29 Jahren. 1976 hatte der Schlittschuhclub mit Trainer Xaver Unsinn seinen letzten Titel gewonnen.

"Es wird wahnsinnig schwer. Denn beide Mannschaften sind im Prinzip gleich stark. Die Kleinigkeiten entscheiden. Wir müssen am Dienstag wieder die kleinen Sachen richtig machen, dann klappt es vielleicht schon mit dem Titel", so Berlins Nationaltorwart Oliver Jonas, der erst als dritter in Deutschland geborener Schlussmann nach Peppi Heiß und Helmut de Raaf in einem DEL-Finale ohne Gegentor blieb.

Der fünfmalige Meister Mannheim steht nach der dritten Heimniederlage in einem DEL-Finale mit dem Rücken zur Wand: Seit Einführung der Playoffs 1981 drehte noch nie ein Club in einer Endspielserie einen 0:2-Rückstand um. Nachdem sie im Halbfinale überraschend Titelverteidiger Frankfurt Lions ausgeschaltet hatten, fehlten den Adlern die Kräfte. "Wir haben unser Potenzial nicht an den Tag gelegt. Das war heute zu wenig", musste der gesperrte Nationalspieler Christoph Ullmann frustriert feststellen.

Mannheimer Strafbankprobleme

"Wir müssen mit fünf gegen fünf spielen und von der Strafbank wegbleiben", hatte Adler-Coach Stephane Richer vor dem 191. Playoff-Spiel der Mannheimer gefordert. Nur sechs Minuten lang hielten sich seine Spieler an die Vorgabe. Dann erhielt Verteidiger Andy Delmore nach einem Foul an Alexander Barta die erste Strafzeit, 20 Sekunden später nutzte Pederson die Überzahlsituation zum fünften Powerplay-Tor der Berliner in der Finalserie.

Das zweite Drittel begann optimal für die Gäste. Bereits nach 30 Sekunden erhöhte Walker auf 2:0. Schiedsrichter Roland Aumüller zog zunächst den Videobeweis zu Rate, gab den Treffer dann aber. Auch dem Berliner 3:0 ging eine Mannheimer Strafzeit voraus. Francois Groleau kam gerade zurück aufs Eis, als Walker einen Alleingang erfolgreich abschloss. Kurz vor Drittelende traf Erik Cole zudem noch die Latte.

Im Schlussdrittel verloren die Adler nach Ullmann auch noch Steve Kelly. Der Kanadier erhielt wegen eines Stockstichs gegen Alexander Barta eine Spieldauer-Disziplinarstrafe. Weil er zudem noch eine Wasserflasche auf den Linienrichter warf, gab es eine weitere Strafe. Heins nutzte die Überzahl zur endgültigen Entscheidung.

Adler Mannheim - Eisbären Berlin 0:4 (0:1, 0:2, 0:1)
0:1 Pederson (6:25)
0:2 Walker (20:30)
0:3 Walker (31:05)
0:4 Heins (51:42)
Schiedsrichter: Aumüller (Ottobrunn)
Zuschauer: 8.200 (ausverkauft)
Strafminuten: Mannheim 17 plus Spieldauerdisziplinar (Kelly) plus 10 Disziplinar (Tripp) / Berlin 8
Playoff-Stand: 0:2

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