DEL-Finale: Haie beißen erstmals zu - DER SPIEGEL
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DEL-Finale Haie beißen erstmals zu

Die Kölner Haie sind im Playoff-Finale um die deutsche Eishockey-Meisterschaft in Führung gegangen. Im ersten Spiel der "Best of Five"-Finalserie besiegten die Rheinländer die München Barons mit 5:3.
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Köln - Die Kölner Haie haben den Grundstein zu ihrem achten Titelgewinn in der deutschen Eishockey-Meisterschaft gelegt. Im ersten Playoff-Finale der "best of five"-Serie gegen Neuling München Barons feierte der Vorrundenprimus einen 5:3 (1:2, 2:0, 2:1)-Sieg und wurde damit seiner Favoritenrolle gerecht. Bereits am Ostermontag in München (15.00 Uhr/live im DSF) können die Haie die Vorentscheidung im Kampf um den 80. deutschen Meistertitel erzwingen.

Für Kölns Trainer Lance Nethery war es der 34. Erfolg im 38. Playoff-Spiel in den vergangenen vier Jahren. Der Meistermacher aus Kanada peilt einen Rekord im deutschen Eishockey an und will als erster Coach seit der Einführung der Bundesliga 1958 seinen vierten Titel in Folge gewinnen. Die Mannheimer Adler hatte der 43-Jährige in den vergangenen drei Jahren auf den deutschen Eishockey-Thron geführt.

Vor 18.407 Zuschauern in der ausverkauften Kölnarena erzielten Jason Young (1.), Sergio Momesso (29., 42.), Corey Millen (37.) sowie Todd Hlushko (60.) die Tore für die Gastgeber. Pelle Svensson (4.) und Shane Peacock (13., 47.) trafen für den Retortenklub aus München, der erst vor Saisonbeginn vom US-Milliardär Philip Anschutz installiert worden war.

Der Favorit, der für die ersten beiden Runden nur das Minimum von sechs Spielen benötigte, erwischte einen Start nach Maß. Bereits nach 48 Sekunden erzielte Young, in der Vorsaison noch mit Nethery und Mannheim deutscher Meister, mit seinem dritten Playoff-Treffer die Führung. Dabei ließ der Ex-Kölner Boris Rousson im Münchner Tor den Puck durch die Beine rutschen.

Doch von diesem Schock erholten sich die Gäste schnell. Mit aggressivem Forechecking ließen die `Barone" die Haie zunächst gar nicht ins Spiel kommen. Die Konsequenz: Svensson in der ersten Überzahlsituation und Verteidiger Peacock mit einem Schlagschuss von der blauen Linie drehten bis zur ersten Drittelsirene den Spieß um.

Der Vorrundensieger dagegen konnte selbst mehrere Münchner Strafzeiten zunächst nicht zu einem Treffer nutzen, sondern biss sich am starken Penalty-Killing der Gäste die Zähne aus. Die Chance zur Vorentscheidung zu Gunsten des DEL-Neulings vergab Peter Douris, der in Unterzahl allein auf das Kölner Tor zustürmte, aber an Torhüter Andrew Verner scheiterte (23.). Erst als Schiedsrichter Wolfgang Hellwig gleich zwei "Barone" auf die Strafbank schickte, kippte die Partie. Zwar gelang den Kölnern in 1:40 Minuten 5:3-Überzahl kein Tor, doch nur Sekunden später traf Momesso zum 2:2. Auf der Gegenseite konnten auch die Gäste aus einer 5:3-Überlegenheit kein Kapital schlagen.

Im Gegenteil: Als die Haie wieder komplett waren, erzielte Millen das 3:2. Kurios: Bei beiden Toren im Mittelabschnitt musste Schiedsrichter Hellwig die Videoaufzeichnung zu Rate ziehen. Beide Male entschied er nach dem Videostudium auf Tor.

Keinen Zweifel gab es an Momessos zweitem Tor. Nach dem Treffer des Kanadiers, in der Vorsaison mit den Nürnberg Ice Tigers im Finale gegen Nethery unterlegen, schien die Entscheidung gefallen. Doch die Bayern meldeten sich mit Peacocks zweitem Tor zurück und sorgten damit für Spannung in der Schlussphase, bis Hluschko 21 Sekunden vor Schluss das leere Münchner Tor traf.

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