DEL-Finale Zach will den Videorichter
Krefeld - Trotz des 3:2-Sieges seines Teams gegen die Krefeld Pinguine hat Kölns Coach Hans Zach die Diskussion um einen Videorichter eröffnet. "Ich muss der DEL einen großen Vorwurf machen. Es kann nicht sein, dass ein Schiedsrichter den Videobeweis bemüht und dabei von Krefelder Offiziellen mit KEV-Schal umringt wird", sagte der Trainer nach dem vierten Finalspiel.
Ausschlaggebend für Zachs Unmut war die Entscheidung des Schiedsrichters Harald Deubert aus Bad Kissingen, der in der 38. Minute einen korrekten Treffer des Kölners Shane Peacock nicht gegeben hatte. Nach Ansicht der Videoaufnahme verwehrte der Referee wegen angeblichem Torraumabseits dem Tor die Anerkennung.
Kompalla fordert mehr Hilfe für die Schiedsrichter
Der DEL-Schiedsrichterbeauftragte Josef Kompalla sprach sich ebenfalls für eine Änderung des Videobeweises aus. "Wenn man einen Videorichter wie in der NHL allein vor einen Fernseher setzt und ihn in aller Ruhe
entscheiden lässt, nimmt man den Druck vom Schiedsrichter", erklärte der frühere Schiedsrichter. Kompalla hatte mehrfach der DEL-Ligenleitung diesen Vorschlag vorgelegt, wurde jedoch immer wieder vertröstet. "Wenn es zu teuer für die Clubs ist, könnte man in der Vorrunde darauf verzichten. Aber in den Playoffs muss da oben einer sitzen. Das ist eine Hilfe für alle, vor allem für die Schiedsrichter", so Kompalla zum geforderten Videorichter.
Am Ostermontag (14.30 Uhr) empfangen die Haie die Krefelder zum entscheidenden Spiel um die Deutsche Meisterschaft in der Kölnarena. Die Pinguine hatten die ersten beiden Spiele mit 5:2 und 3:2 für sich entscheiden können. Der Titelverteidiger konnte das dritte Match ebenfalls mit 3:2 gewinnen, ehe sie im vierten Spiel die Verlängerung benötigten, um mit dem 3:2 den Ausgleich in der "Best-of-Five"-Serie erreichen konnten. Für die Pinguine wäre es der erste Titelgewinn seit 1952.