Der Etappenhase: Das Leben nach der Tour - DER SPIEGEL
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Der Etappenhase Das Leben nach der Tour

Die Tour ist zwar zu Ende, aber die Saison noch lange nicht. Wie jedes Jahr nach der Frankreich-Rundfahrt tingeln die Fahrer durch die deutsche und europäische Provinz. Dort stehen kleine Rennen auf dem Programm, die aber stets große Kulissen haben.
Von Marcel Wüst
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

So zum Beispiel heute in Ratingen bei Düsseldorf, morgen in Krefeld und am Mittwoch in Neuss. T-Mobile-Sprinter Erik Zabel durfte zwar bei der Tour nicht mitfahren - bei diesen drei Rennen kann er aber seine Klasse zeigen. Auch Jens Voigt, der bei der diesjährigen Tour das Gelbe Trikot für einen Tag übersteifen durfte, wird dabei sein.

Voigt startet auch am Freitag in Rhede, ebenso wie sein Teamkollege, der Tour-Zweite Ivan Basso. Zeitgleich treten Jan Ullrich und Zabel bei der Nacht von Hannover an. Am Samstag steigt dann das Paarzeitfahren in Bühl, tags drauf die HEW Cyclassics in Hamburg. Fehlen wird bei sämtlichen Rennen nur einer: Lance Armstrong. Der US-Amerikaner hat ja nach seinem siebten Tourstreich seine Karriere beendet.

Da ich, außer in Hannover, auch bei all diesen Events am Start beziehungsweise am Mikrofon sein werde, werde ich das Gefühl haben, dass die Tour noch gar nicht vorbei ist - vor allem, weil man dort wieder dieselben Gesichter sieht wie noch gestern in Frankreich.

Allen Fans, die Zeit und Muße haben, mal bei solchen Rennen den Radprofis zuzuschauen, sei es wärmstens empfohlen - denn die Jungs sind nach dem letzten Sprint auf den Champs-Elysées viel lockerer geworden. Und Autogramme schreiben gehört bei jedem dieser Rennen zum Programm.

In drei Wochen schon steigt dann die Deutschland-Tour - auch mit einem Topfahrerfeld und den zwanzig ProTour-Teams, die wir von der Frankreichrundfahrt kennen. Also, der Radsport geht auch nach der Tour weiter, und das ist gut so.

Danke für ihr Feedback, und wer ab und an mal mehr vom Etappenhasen lesen will, der kann das unter www.marcelwuest.com jederzeit tun.

Bis bald, ihr Marcel Wüst