Dienstende: Eislaufverband feuert Trainer Steuer - DER SPIEGEL
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Dienstende Eislaufverband feuert Trainer Steuer

Nicht nur für seine Athleten ist das keine gute Nachricht: Die Bundeswehr hat sich von Ingo Steuer bereits im April getrennt, nun ist der Eislaufverband nachgezogen. Die Offiziellen sind höchst verärgert über den Trainer aus Chemnitz.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg – Der "Sachsenspiegel" des MDR berichtet, dass die Deutsche Eislauf Union (DEU) keinen Wert mehr auf die Zusammenarbeit mit Steuer legen würde, weil dieser "unwahre und beleidigende Äußerungen" über den Verband verbreitet hätte. Außerdem hätte das Bundesinnenministerium schriftlich angeordnet, dass Steuer nicht mehr mit öffentlichen Geldern bezahlt werden dürfe, so das Magazin weiter und beruft sich dabei auf Verbandskreise.

Damit ist die berufliche Zukunft von Steuer unklar. Im April wurde der Coach sechs Monate vor Ablauf seiner Dienstzeit von der Bundeswehr entlassen. Grund war seine Mitarbeit für das Ministerium für Staatssicherheit (Stasi) der DDR. Der frühere Weltmeister im Paarlaufen hatte bei seiner Einstellung bei der Bundeswehr 1993 verschwiegen, dass er für die Stasi aktiv gewesen war.

Nach seinem Ende bei der DEU müssen sich auch Steuers Schützlinge Aljona Sawtschenko und Robin Szolkowy (Chemnitz) wohl einen neuen Trainer suchen. Der Verband will für beide eine international anerkannte Fachkraft verpflichten. Sawtschenko/ Szolkowy wurden bei den Olympischen Winterspielen in Turin Sechste.

sge/dpa