Diskus: Olympiasieger unter Dopingverdacht - DER SPIEGEL
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Diskus Olympiasieger unter Dopingverdacht

Nachdem schon die russische Olympiasiegerin im Kugelstoßen, Irina Korschanenko, des Dopings überführt wurde, ist jetzt der Goldmedaillengewinner im Diskuswerfen ins Fadenkreuz der Dopingfahnder geraten. Der Ungar Robert Fazekas soll seine Urinprobe manipuliert haben.
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Athen - Überschwenglich feierte Fazekas, der mit 70,93 Meter mit über einem Meter Vorsprung die Konkurrenz beherrscht hatte, gestern Abend seine Goldmedaille im Athener Olympiastadion. Bei der Dopingkontrolle soll der Ungar dann fremden Urin aus einer Plastiktüte anstelle seines eigenen abgegeben haben. Sollte sich diese Meldung eines griechischen TV-Senders bewahrheiten, drohen dem Europameister die nachträgliche Disqualifikation sowie eine zweijährige Sperre.

Mit der Goldmedaille durch Fazekas und Bronze durch Zoltan Kovago hatte Ungarn gleich zwei Medaillen im Diskus-Wettbewerb gewonnen. Im Anschluss hatte Karlheinz Steinmetz, Trainer des verletzt ausgeschiedenen Lars Riedel, bereits Dopingverdächtigungen angestellt. "Auch das, was in Ungarn passiert, geht nicht mit rechten Dingen zu", sagte Steinmetz.