Diskuswerfen: Titelverteidigerin Dietzsch entthront - DER SPIEGEL
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Diskuswerfen Titelverteidigerin Dietzsch entthront

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Edmonton - Titelverteidigerin Franka Dietzsch konnte sich den Traum von einer WM-Medaille im Diskuswerfen nicht erfüllen. Die 65,38 Meter im letzten Versuch reichten für die Neubrandenburgerin in Edmonton nur zum fünften Platz. "Ich bin schlecht in den Wettkampf gekommen und konnte nicht zeigen, was ich wirklich drauf hatte", bilanzierte die Europameisterin von 1998 in Budapest. Mit der Jahresweltbestleistung von 68,57 Metern wurde Natalja Sadowa (Russland) ihre Nachfolgerin und verwies Ellina Swerewa (Weißrussland/67,10) sowie Nicoleta Grasu (Rumänien/66,24) auf die Medaillenränge.

Dietzsch fordert regelmäßige Dopingtests


Die Neubrandenburgerin haderte damit, dass ihre besten Weiten erst im fünften und sechsten Versuch kamen. Ihre Devise, möglichst gleich im ersten Durchgang eine große Weite vorzulegen, schlug damit fehl. "Ich hätte noch zwei Würfe gebraucht, dann hätte es möglicherweise zur Bronzemedaille gereicht. Aber ich hatte sie nicht mehr", sagte die 33-jährige Mecklenburgerin. Anja Möllenbeck (Wattenscheid), die Frau des WM-Dritten Michael Möllenbeck, verfehlte als Neunte mit 60,49 Metern den Endkampf um die Medaillen.

Franka Dietzsch anerkannte, dass Sadowa, Olympia-Zweite von 1996 und EM-Zweite von Budapest, an diesem Tag nicht zu "packen und eine Klasse für sich" war. "Was mich ärgert ist, dass Swerewa ohne Saisonvorleistung angereist ist. Es ist aber nicht meine Aufgabe, zu kontrollieren, wie viele Kontrollen sie hat", betonte sie und forderte die Einführung von Blutkontrollen und regelmäßige Dopingtests.