Diskuswurf: Lars Riedel gibt verletzt auf - DER SPIEGEL
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Diskuswurf Lars Riedel gibt verletzt auf

Eine der wenigen deutschen Medaillenhoffnungen in der Leichtathletik musste im Finale verletzt aufgeben. Diskuswerfer Lars Riedel brach trotz Erreichen der Endrunde den laufenden Wettbewerb ab.
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Athen - Lars Riedel hatte sich selbst die Bronzemedaille zum Ziel gesetzt, erreichte mit geworfenen 62,80 Metern auch die Endrunde der besten Acht, musste jedoch nach dem dritten Versuch verletzt aufgeben.

Der Olympiasieger von 1996 und fünfmalige Weltmeister aus Chemnitz litt erneut unter akuten Adduktorenproblemen, die ihn schon seit einem Vierteljahr plagen. "Es hat sich angefühlt wie ein Adduktorenabriss", sagte Riedel zum Arzt, als er mit einer dicken Bandage an der Innenseite des linken Oberschenkels in die Katakomben des Olympiastadion zurückkehrte, "ich habe schon vorher etwas gespürt, aber ich wollte den Gegnern das nicht zeigen."

Sein Trainer Karlheinz Steinmetz empfand mit einem Blick auf die Weiten der Sieger das Aus seines Schützlings als besonders bitter. "Die Mediziner haben alles versucht. Aber scheinbar erfolglos", sagte er, "das ist tragisch, denn die Weiten, mit denen um Bronze geworfen wurde, wären für einen gesunden Lars Riedel kein Problem gewesen."

Bereits vor der Endrunde war der Wettkampf auch für den Rostocker Torsten Schmidt vorbei, der mit 61,18 Metern den Endkampf verpasste.

Neuer Olympiasieger im Diskuswurf wurde der Ungar Robert Fazekas. Der 29-jährige Europameister schaffte eine Weite von 70,93 Metern und verwies damit den Litauer Virgilijus Alekna (69,89 Meter) auf den zweiten Rang. Die Bronzemedaille sicherte sich Fazekas Landsmann Zoltan Kovago mit 67,04 Metern.