Disqualifikation "Eisenmann" Cejka verschläft Abschlag
Silvis - Alexander Cejka, Deutschlands derzeit bester Golfprofi, hat seinen Start beim mit 3,5 Millionen Dollar dotierten US-PGA-Turnier in Silvis/Illinois verschlafen und ist daraufhin disqualifiziert worden. Der Münchner und sein Caddie Charlie Skopovy hatten den Weckdienst im Hotel überhört und waren daraufhin 20 Minuten zu spät am Abschlag Nummer 10 im "TPC at Deere Run" eingetroffen, was den sofortigen Ausschluss vom Turnier nach sich zog. Dies berichtet das Internet-Golfmagazin "Plock". Cejkas Abschlagszeit wäre um 9.27 Uhr Ortszeit gewesen.
Für Cejka ist dieser Fauxpas doppelt ärgerlich, zumal er eigens für dieses Turnier nach seinem zweiten Platz bei der Europa-Tour-Veranstaltung in Eichenried bei München in die USA gereist war und deswegen sogar auf die Titelverteidigung bei der "Trophée Lancôme" auf der European Tour verzichtet hatte.
Die erzwungene Auszeit ist für Cejka nicht die erste in seiner Karriere. 1994, als die Linde German Masters noch in Berlin ausgetragen wurde, verpasste er den Start der zweiten Runde, weil er bei der Anfahrt im Stau stecken geblieben war. Auch bei der Scottish Open vor zwei Jahren wurde Cejka disqualifiziert.
Immerhin kann Cejka nun ein Übungs-Wochenende auf der Driving Range verbringen und anschließend in aller Ruhe wieder nach Deutschland fliegen. In der kommenden Woche will er an den "Linde German Masters" in Köln teilnehmen.
In Silvis ist mit Bernhard Langer auch zweiter Deutscher Golfprofi am Start, der zwar nicht verschlafen hatte, aber sich mit einer wenig berauschenden 71er-Runde (Par-71) begnügen musste. Der europäische Ryder-Cup-Kapitän liegt auf der Veranstaltung 150 Kilometer westlich von Chicago nach dem ersten Tag mit 24 weiteren Golfprofis auf dem 52. Rang. An die Spitze des Leaderboards haben sich die Amerikaner Jonathan Byrd und J.L Lewis mit jeweils 65 Schlägen gesetzt.