Doping: Baumann beantragt Einstweilige Anordnung - DER SPIEGEL
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Doping Baumann beantragt Einstweilige Anordnung

Olympiasieger Dieter Baumann hat vor dem Rechtsausschuss des Deutschen Leichtathletik-Verbandes ein Rechtsmittel eingelegt, um die vorläufige Aufhebung seiner Doping-Sperre zu erreichen.
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Darmstadt - Wie der Vorsitzende des DLV-Rechtsausschusses, Dieter Schoeppe, am Dienstag mitteilte, hat der des Dopings beschuldigte Leichtathlet Dieter Baumann vor dem Gremium den Erlass einer Einstweiligen Anordnung beantragt, mit der er die vorläufige Aufhebung seiner Suspendierung wegen zweier positiver Dopingproben erreichen will. Über den Antrag Baumanns werde der Rechtsausschuss voraussichtlich noch vor dem 28. Februar entscheiden, so Schoeppe.

Das unabhängige juristische Gremium der deutschen Leichtathletik hatte am Montag in einer dreistündigen Anhörung in München die Argumente des 35 Jahre alten Läufers entgegen genommen. Über den Inhalt der Anhörung schwieg sich Schoeppe aus. Er teilte aber mit, dass beide Seiten - Baumann als Angeklagter und der DLV als Kläger - noch bis zum 28. Februar ihre bisherigen Beweisanträge ergänzen können. Erst dann wird der Rechtsausschuss über den weiteren Verfahrensablauf entscheiden. Auch zu den bisherigen Beweisanträgen wollte sich Schoeppe nicht äußern. Damit ist auch weiter unklar, wann der Fall des dopingverdächtigen Tübingers entschieden wird.

Baumann hatte sich am Montag nach der Anhörung vor dem dreiköpfigen Rechtsausschuss zuversichtlich geäußert, vom Vorwurf des Dopings freigesprochen zu werden und damit der drohenden Zwei-Jahres-Sperre zu entgehen. "Ich kann nicht Gedanken lesen, aber ich bin optimistisch, dass ich den Sachverhalt habe klären können. Mehr als ich jetzt getan habe, kann ich nicht tun. Ich bin unschuldig", sagte Baumann, der zur Zeit von allen Wettkämpfen ausgeschlossen, weil am 19. Oktober und 12. November vergangenen Jahres bei Trainingskontrollen in seinem Urin jeweils ein zu hoher Wert der verbotenen Substanz Nandrolon nachgewiesen worden war.