Doping Baumann erstmals angehört
Sydney - Nach der dritten und letzten Verhandlungsrunde am Sitz der Anwaltskanzlei Minter Ellison in Sydney hatte Baumann nicht viel Neues zu verkünden: "Sie wollen am Montag Bescheid geben. Ich bin sehr angespannt und brauche jetzt einen Tag Ruhe. Warten wir es ab." Der 35-Jährige kehrte nach der Anhörung ins DLV-Trainingslager an die australische Goldküste zurück.
Der Olympiasieger von 1992 kämpft vor dem Arbitration Panel gegen eine mögliche Suspendierung. Zwar war Baumann durch den Rechtsausschuss des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) vom Verdacht des Dopings mit dem muskelaufbauenden Präparat Nandrolon freigesprochen, der IAAF aber entscheidet über eine internationale Sperre und damit den Start des deutschen Langstreckenläufers bei den Olympischen Spielen. Im Fall einer Suspendierung durch das Panel bleibt Baumann noch die Möglichkeit, den Gang vor den Obersten Schiedsgerichtshof (CAS) des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) anzutreten.