Doping: Bulgare muss Silber zurückgeben - DER SPIEGEL
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Doping Bulgare muss Silber zurückgeben

Zwei neue Dopingfälle überschatten die Olympischen Spiele: Dem bulgarischen Gewichtheber Iwan Iwanov wurde die Silbermedaille wegen Einnahme eines verbotenen Entschlackungsmittels aberkannt. Zudem wurde der Weißrusse Wadim Dewjatowski vom Hammerwurf-Wettbewerb ausgeschlossen.
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Sydney - Der bulgarische Weltklasse-Gewichtheber Iwan Iwanov ist des Dopings überführt worden. In der Gewichtsklasse bis 56 Kilogramm verliert der Olympiasieger von 1992 seine am vergangenen Samstag in Sydney gewonnene Silbermedaille. Dies gab das Internationale Olympische Komitee (IOC) am Mittwoch bekannt.

Anstelle von Iwanov erhält nun der Bronze-Gewinner Wenxiong Wu aus China die Silberplakette. Auf den Bronze-Rang rückt der zuvor an vierter Stelle platzierte Chinese Xiangxiang Zhang. Beide sollen die Medaillen laut IOC in einer noch nicht genau festgelegten Zeremonie überreicht bekommen.

Der 29-jährige Iwanov ist nach seinem Wettkampf positiv getestet worden. In seinem Urin wurden überhöhte Werte des Diuretikas Furosemid, das die Entwässerung des Körpers fördert, gefunden. Der mehrfache Weltmeister und Weltrekordler aus Sofia wird vom Internationalen Gewichtheber-Verband (IWF) für zwei Jahre gesperrt werden. Bei Trainingskontrollen, die vor den Olympischen Spielen und nicht unter IOC-Ägide vorgenommen wurden, sind bisher sieben Gewichtheber des Dopings überführt worden. Für Aufsehen hatten die Fälle der beiden rumänischen Athleten Traian Ciharean und Adrian Mateas gesorgt, die im Olympischen Dorf von ihren Doping-Sünden eingeholt und von den Sommerspielen ausgeschlossen wurden.

Einen weiteren Fall gab es in der Leichathletik: In einer Trainingskontrolle ist der weißrussische Hammerwerfer Wadim Dewjatowski positiv getestet worden. Er wurde für die Sydney-Spiele disqualifiziert. Der 23-Jährige hat mit dem anabolen Mittel Norandrostenediol gedopt. In dieser Saison hat der Junioren-Vizeweltmeister von 1996 seine persönliche Bestleistung von 76,77 auf 81,36 Meter verbessert. Auch ihm droht ein zweijähriger Wettkampfbann.