Doping: Coast-Fahrer positiv getestet - DER SPIEGEL
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Doping Coast-Fahrer positiv getestet

Kurz vor Beginn des Giro d'Italia meldet der deutsche Radsport seinen ersten Dopingfall in diesem Jahr.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Zürich - Der Schweizer Radprofi Roland Meier vom Essener Team Coast ist in der Dopingkontrolle nach dem Flèche Wallonne am 19. April positiv auf Epo getestet worden. Bei der gleichen Kontrolle war auch der Däne Bo Hamburger, Fahrer im dänischen CSC World-Online-Team von Bjarne Riis, positiv getestet worden.


"Dann fliegt er raus"


"Die A-Probe war positiv. In einem Telefonat hat mir Roland geschworen, nichts genommen zu haben. Wenn sich der Verdacht durch die noch ausstehende B-Probe bestätigt, fliegt er raus. Bei uns gibt es kein Doping, die Vertragsklauseln sind entsprechend eindeutig", reagierte Coast-Teamchef Wolfram Lindner harsch auf den Vorfall. Der Schweizer Radsportverband eröffnete gegen den 33 Jahre Meier ein Verfahren.

Die Urinprobe war Ende April im Labor des Lausanner Universitäts-Instituts kontrolliert worden. Es ist eines der wenigen Labors, das die in Frankreich erforschte Methode mit Epo-Nachweis im Urin anwenden kann. Der Fahrer kann innerhalb von fünf Tagen eine Gegenanalyse verlangen, die innerhalb von zehn Arbeitstagen im selben Labor erfolgen muss.

Die Sperre bei einem erstmaligen Dopingvergehen beträgt zwischen sechs und zwölf Monaten. Zudem wird der Fahrer disqualifiziert.