Doping-Ermittlungen: BKA durchsucht Sinkewitz' Wohnung - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Doping-Ermittlungen BKA durchsucht Sinkewitz' Wohnung

Keine Ruhe nach dem Geständnis: Die Wohnung von Dopingsünder Patrik Sinkewitz wurde heute vom Bundeskriminalamt durchsucht. Dies sei allerdings reine Routine gewesen, versicherten Beamte und der Anwalt von Sinkewitz.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - Das Bundeskriminalamt (BKA) hat heute die Wohnung von Radprofi Patrik Sinkewitz in Künzell in der Nähe von Fulda durchsucht. Dies bestätigten sowohl das BKA als auch Sinkewitz- Anwalt Michael Lehner der Deutschen Presse-Agentur dpa. "Die Durchsuchung birgt keine neue Qualität, sondern ist routinemäßig im Rahmen der gegen Herrn Sinkewitz laufenden Untersuchungen angeordnet und durchgeführt worden", sagte Lehner. "Herr Sinkewitz hat nichts zu verbergen und wird sich allen an ihn gerichteten Fragen stellen."

Ein Sprecher teilte mit, dass das BKA im Auftrag der Bonner Staatsanwaltschaft gehandelt habe. Es stehe der Vorwurf im Raum, Sinkewitz habe Arzneimittel zu Dopingzwecken eingesetzt. Daraus ergebe sich der Verdacht, Sinkewitz habe Geschäftspartner wie Sponsoren und Veranstalter "betrügerisch geschädigt".

Der 26 Jahre alte Sinkewitz hatte vorgestern Testosteron-Doping gestanden. Er war bei einer Trainingskontrolle Anfang Juni positiv getestet worden und verzichtete auf eine Öffnung der B-Probe. Er wolle mit den zuständigen Kommissionen im Kampf gegen Doping zusammenarbeiten. Das T-Mobile-Team hatte Sinkewitz nach dessen Geständnis entlassen. Ihm droht neben einer zweijährigen Sperre eine Rückzahlung seines Jahresgehalts von 500.000 Euro.

bri/sid/dpa