Doping-Fall Hondo: Weltverband fordert längere Sperre - DER SPIEGEL
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Doping-Fall Hondo Weltverband fordert längere Sperre

Im Juni wurde der ehemalige Gerolsteiner-Fahrer Danilo Hondo wegen Dopings für ein Jahr gesperrt. Diese Strafe ging der Welt-Anti-Doping-Agentur nicht weit genug. Auch der Radprofi will das Urteil des Schweizer Verbandes jetzt vor dem Obersten Sportgerichtshof CAS anfechten, sein Anwalt spricht von schlampiger Labor-Arbeit.
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Neuss - "Ich suche meine Chance vor dem CAS. Die von uns einbezogenen Wissenschaftler sind der Meinung, dass man diese Möglichkeit nutzen sollte. Auch mein Anwalt Dr. Michael Lehner hat mir dazu geraten", erklärte der 31-Jährige, der noch vor vier Wochen davon ausgegangen war, er könne seine Unschuld ohnehin nicht beweisen.

Vorausgegangen waren laut CAS Anträge auf Revision gegen das Urteil des Disziplinarausschusses des Schweizer Radsportverbandes durch den Radsport-Weltverband UCI und die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA. Beide Organisationen bestehen auf eine zweijährige Sperre, wie es das Regelwerk vorgibt.

Der CAS hat nun maximal vier Monate Zeit, über den Fall Hondo zu entscheiden. Lehner hofft noch auf einen Termin im September. "Ich plädiere auf Freispruch. Die Labors haben dilettantisch gearbeitet", so der Hondo-Anwalt. Das Schweizer Verbandsgericht hatte ihn am 2. Juni zu zwei Jahren Sperre, davon ein Jahr auf Bewährung, und einer Geldstrafe von 64.100 Euro verurteilt.

Der Sprinter war Anfang März während der Murcia-Tour in Spanien zweimal positiv auf Carphedon getestet worden. Hondo bestreitet jede wissentliche Einnahme der verbotenen Stimulanz. Das Team Gerolsteiner hatte Hondo nach dem positiven Ergebnis der B-Proben entlassen.