Doping-Geständnis: Jaksche für ein Jahr gesperrt - DER SPIEGEL
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Doping-Geständnis Jaksche für ein Jahr gesperrt

Der Radprofi Jörg Jaksche ist vom österreichischen Radsportverband nur für ein Jahr gesperrt worden. Er hatte im SPIEGEL ausführlich über seine Dopingvergangenheit berichtet und sich als Kronzeuge zur Verfügung gestellt.
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Wien - Der Anti-Doping-Ausschuss des österreichischen Radsport-Verbands verhängte die Strafe gegen Jaksche, der auch für das Team Telekom gefahren war. Das bestätigte der Ausschussvorsitzende Gernot Schaar heute der österreichischen Nachrichtenagentur Apa. "Ich akzeptiere das Urteil. Es war im Großen und Ganzen wegen der Kronzeugenregelung zu erwarten. Es ist ganz gut", sagte Jaksche der Deutschen- Presse-Agentur dpa.

Die Sperre läuft bis zum 2. Juli 2008 und sei laut Schaar wegen der "Kronzeugenregelung" relativ gering ausgefallen. Damit könnte Jaksche theoretisch bei der nächsten Tour de France wieder an den Start gehen. Die Frankreich-Rundfahrt beginnt am 5. Juli 2008 in Brest. "Ich muss jetzt erstmal meine Gedanken ordnen und versuchen, eine Mannschaft zu bekommen", schränkte er ein. Nachdem er gegen die Omerta - das Schweigegelübde - verstoßen habe, dürfte dies "die größten Schwierigkeiten verursachen oder gar unmöglich werden". Zuletzt startete der Deutsche für das zweitklassige Team Tinkoff.

Jetzt werde sich zeigen, ob die Leute im Radsport ihren Taten Worten folgen ließen und einen geständigen Doping-Sünder wieder integrierten: "Wenn sich was geändert hat und die Verantwortlichen ihren Anti-Doping-Kurs ernst meinen, habe ich einen Job im nächsten Jahr."

Jaksche hatte Ende Juni in einem umfangreichen Geständnis im SPIEGEL zugegeben, jahrelang gedopt zu haben und das Doping-Problem als flächendeckend im Radsport benannt. Dabei beschrieb er das organisierte Doping etwa in den Teams CSC, Telekom und Once und beschuldigte die Sportlichen Leiter Bjarne Riis (CSC), Gianluigi Stanga (Milram) sowie den ehemaligen Telekom-Teamchef Walter Godefroot der Mitwisserschaft. Anschließend hatte der 31-Jährige erklärt, sich Behörden und Verbänden als Kronzeuge zur Verfügung stellen zu wollen.

Der dreiköpfige Anti-Doping-Ausschuss des österreichischen Verbandes war für den Fall zuständig, weil Jaksche wegen seines Tiroler Wohnsitzes mit österreichischer Lizenz fährt. Jaksche wurde wegen des Gebrauchs von Epo und Wachstumshormonen sowie wegen Blutdoping schuldig gesprochen. Der Weltverband UCI muss noch entscheiden, ob er das Urteil anerkennt.

all/dpa

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