Doping im Radsport Gegen Armstrongs Team wird ermittelt
Paris - Nachdem die Pariser Staatsanwälte bereits am 18. Oktober dieses Jahres eine Untersuchungskommission eingesetzt hatten, haben sie nun das Ermittlungsverfahren eröffnet. Dabei wird dem amerikanischen Profiradteam vorgeworfen, gegen das französische Dopinggesetz verstoßen zu haben. Ursprung der Untersuchungen waren Behauptungen des Fernsehsenders France 3, der erklärt hatte, im Besitz von belastendem Material gegen die Mannschaft des Texaners zu sein.
Die Ermittler haben in diesem Zusammenhang offenbar Behälter mit Rückständen unerlaubter Substanzen untersucht, die aus einem US-Postal-Mannschaftswagen stammen sollen, der im Begleittross des Teams bei der diesjährigen Tour mitgefahren sei. Bereits bei der Frankreich-Rundfahrt 1999 war der spätere Sieger Armstrong wegen der Behandlung seines Krebsleidens mit Dopingvorwürfen bedacht worden. Auch im diesjährigen Festina-Prozess in Lille, in dem die Ereignisse der "Skandal-Tour" von 1998 aufgearbeitet wurden, war Armstrong mit Doping in Verbindung gebracht worden. Der 29-Jährige wie auch sein Teamchef Johan Bruyneel hatten die Vorwürfe jedoch stets bestritten.