Doping im Radsport: Schumachers B-Probe positiv - DER SPIEGEL
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Doping im Radsport Schumachers B-Probe positiv

Die Vorwürfe gegen Radprofi Stefan Schumacher erhärten sich: Auch seine B-Probe von den Olympischen Spielen in Peking war positiv. Schumachers Anwalt äußerte jedoch Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Vorgehens des Internationalen Olympischen Komitees.
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Hamburg - "Mir wurde vom IOC mitgeteilt, dass auch die B-Probe positiv war", sagte Schumachers Anwalt Michael Lehner. Der Jurist stellte jedoch die Rechtmäßigkeit des IOC-Vorgehens in Frage. Das Komitee habe die Probe gegen den Willen des Sportlers geöffnet.

Radprofi Schumacher: B-Probe positiv

Radprofi Schumacher: B-Probe positiv

Foto: Bryn Lennon/ Getty Images

"Das ist ein schwerwiegender Fehler. Wir haben wegen fehlender Unterlagen eine Fristverlängerung beantragt", sagte Lehner, der mit seinem Mandanten am Mittwoch vor den Internationalen Sportgerichtshof (Cas) treten wird. Der 28-Jährige hatte vor dem Gerichthof Einspruch gegen seine weltweite Dopingsperre eingelegt.

Schumacher war in der Vergangenheit gleich zweimal das Epo-Präparat Cera im Blut nachgewiesen worden. Zunächst wurden die Fahnder in einer Nachuntersuchung der letztjährigen Tour-Proben fündig. Anschließend wurde er auch bei Nachkontrollen seiner olympischen Proben positiv getestet.

Die französische Anti-Doping-Agentur (AFLD) hatte Schumacher für zwei Jahre für Rennen in Frankreich gesperrt. Der Weltverband UCI übernahm die Sperre und schloss Schumacher bis zum 21. Januar 2011 von allen Radrennen aus.

Der WM-Dritte von 2007 hatte bei der Tour 2008 beide Zeitfahren gewonnen und nach der vierten Etappe in Cholet das Gelbe Trikot übernommen. Sein ebenfalls überführter Teamkollege Bernhard Kohl legte später ein Geständnis ab, Schumacher bestreitet jegliches Doping bis heute.

Nach Informationen der "FAZ" soll auch die olympische B-Probe des ehemaligen Schumacher-Teamkollegen Davide Rebellin positiv sein - er gewann die Silbermedaille im Straßenrennen von Peking. Zudem wiesen die B-Proben des Goldmedaillengewinners über 1500 Meter, Rashid Ramzi (Bahrain), der griechischen Geherin Athanasia Tsoumeleka und der kroatischen 800-Meter-Läuferin Vanja Perisic Cera-Spuren auf.

bka/hut/sid/dpa